VfB Stuttgart im DFB-Pokal: Kampfmodus und historische Verantwortung in Bad Cannstatt
Am heutigen 27. Oktober 2026, mitten in Bad Cannstatt, spürt man die Vorfreude auf das kommende DFB-Pokalspiel des VfB Stuttgart gegen den SC Paderborn. Ein Duell, das nicht nur für die Schwaben von Bedeutung ist, sondern auch für die Fans, die in dieser Saison eine Mischung aus Höhen und Tiefen erleben. In der Champions League läuft es zwar rund, doch in der Bundesliga hakt es gewaltig. Die Mannschaft hat sich einiges vorgenommen, besonders nach der schmerzhaften 2:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach. Trainer Sebastian Hoeneß hat eindeutig die Richtung vorgegeben: „Ärmel hochkrempeln, nach vorn schauen und in den Kampfmodus wechseln!“
Ein Spieler, auf den besondere Hoffnungen ruhen, ist Dzenan Pejcinovic. Der 21-Jährige, für den Stuttgart im Sommer 25 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg überwies, hat das Potenzial, ein Schlüsselspieler zu werden. Doch bislang bleibt er hinter den Erwartungen zurück. Obwohl er für die deutsche U21 zuletzt mit zwei Toren aufhorchen ließ, hat er seit seinem beeindruckenden Dreierpack gegen Hansa Rostock in der ersten Pokalrunde nicht mehr getroffen. Hoeneß zeigt sich optimistisch und glaubt, dass Pejcinovic die schwierige Phase überwinden wird. „Torflauten sind Teil einer Karriere“, so der Trainer, der an den körperlich starken Stürmer glaubt.
Die Offensive des VfB: Ein Blick auf die Torschützen
Die Offensive der Stuttgarter ist ein gemischtes Bild. Der junge Ermedin Demirovic hat in elf Pflichtspielen bereits sieben Tore erzielt und ist damit der einzige Spieler, der konstant trifft. Demirovic äußerte nach der Niederlage gegen Gladbach, dass die Mannschaft nicht den Eindruck erwecken dürfe, verletzlich zu sein – eine Botschaft, die besonders für Kapitän Deniz Undav gilt. Der steht seit Wochen in der Kritik, hat bislang nur ein Tor erzielt und muss sich dringend steigern. Der Druck auf Undav und Pejcinovic wächst, und die Fans warten gespannt auf die nächsten Auftritte ihrer Akteure.
Die Vorfreude auf das Pokalspiel ist in der Stadt spürbar. Stuttgart möchte an frühere Erfolge anknüpfen – zuletzt schaffte es die Mannschaft ins Finale und gewann 2025 den DFB-Pokal. Ein Sieg in Paderborn könnte wichtige Impulse für die verbleibenden Spiele der Saison geben. Die Atmosphäre im Stadion wird elektrisch sein, und die Unterstützung der Fans ist unverzichtbar. Einmal mehr wird sich zeigen, ob der VfB Stuttgart bereit ist, sich in dieser Saison den Herausforderungen zu stellen.
Ein Blick in die Geschichte des VfB Stuttgart
Doch der VfB Stuttgart ist mehr als nur ein Fußballverein. Er hat eine bewegte Geschichte, die nicht immer leicht zu verdauen ist. Aktuell arbeitet der Verein an der Aufarbeitung seiner Rolle im Nationalsozialismus, im Rahmen des Projekts „VfB Mitglieder 1932–1945“. Dabei bittet der Club um Unterstützung bei der wissenschaftlichen Untersuchung dieser dunklen Zeit. Ziel ist es, möglichst viele Informationen zu sammeln, um an die Mitglieder zu erinnern, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Überzeugungen den Verein verlassen mussten. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Fans des VfB Stuttgart stehen also nicht nur hinter ihrer Mannschaft, sondern auch hinter den Werten, für die der Verein steht. Das macht den VfB zu mehr als nur einem Sportverein. Heute Abend in Paderborn wird sich zeigen, ob die Schwaben bereit sind, in den Kampfmodus zu wechseln und die Zeichen der Zeit zu nutzen. Auf geht’s, VfB!
