Heute ist der 20.10.2026, und während der Herbst in Bad Cannstatt einzieht, wirkt die Stimmung rund um den VfB Stuttgart alles andere als golden. Der Saisonstart in der Bundesliga war alles andere als ein voller Erfolg. Die Anhänger haben sich mehr erhofft, als die Mannschaft bislang bieten kann – und das, obwohl sich der Großteil des Kaders nicht verändert hat. Es gibt viel zu tun, und der Druck wächst.

Ein Blick auf die Statistiken lässt das Herz eines jeden Fans schwer werden. Josha Vagnoman, der Außenverteidiger, hat mit zwei Toren die interne Torschützenliste angeführt – das ist nicht gerade eine Ruhmesgeschichte für eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison die Champions-League-Qualifikation geschafft hat. Die Stürmer, einschließlich der vermeintlichen Stars wie Deniz Undav und Ermedin Demirovic, zeigen sich in der Bundesliga lethargisch. Nur ein Tor haben sie zusammen erzielt, und das spricht Bände über die Ineffizienz in der Chancenverwertung.

Ein Blick zurück und nach vorn

Es ist kaum zu fassen, dass der VfB noch vor einem Jahr auf einer Erfolgswelle schwamm. Damals haben sie in der Champions League gegen schwächer eingeschätzte Gegner gewonnen und im DFB-Pokal beim FC Hansa Rostock triumphiert. Aber das ist jetzt Vergangenheit. In der Bundesliga zeigt die Formkurve nach unten, und die Fehlerquote in den Spielen gegen Hoffenheim, Dortmund und den Hamburger SV war erschreckend hoch. Wie oft haben die Schwaben sich um Punkte gebracht, nur weil sie die eigenen Chancen nicht genutzt haben? Zu oft, um es einfach zu ignorieren.

Undav hat jüngst festgestellt, dass Stuttgart nicht mehr die Spitzenmannschaft ist, die sie einst waren. Das Team fehlt es an vielen Eigenschaften, die es in den letzten zwei bis drei Jahren ausgezeichnet haben. Besonders in der zweiten Halbzeit gibt es einen spürbaren Leistungsabfall. Und wenn man dann noch an die Schwierigkeiten denkt, das ballbesitzorientierte Spiel über 90 Minuten durchzusetzen, wird einem ganz anders. Die Anfälligkeit für Fehler im Spielaufbau ist ein weiteres Sorgenkind. Es ist ein Teufelskreis, der nicht leicht zu durchbrechen ist.

Die kommenden Herausforderungen

Am Dienstag steht ein richtungsweisendes Spiel gegen Atlético Madrid an, den aktuellen Zweitplatzierten der spanischen Liga. Eine echte Bewährungsprobe! Trainer Sebastian Hoeneß hat betont, dass er genügend Spieler hat, die bald wieder ins Tor treffen werden. Aber wie oft haben wir das schon gehört? Die Geduld der Fans könnte auf eine harte Probe gestellt werden, vor allem, wenn es gegen Borussia Mönchengladbach, das noch keinen Punkt in dieser Saison gesammelt hat, nicht läuft. Ein weiterer Punktverlust könnte die Stimmung im Umfeld erheblich kippen lassen.

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Das Umfeld ist gespannt, ob sich die Mannschaft stabilisieren kann, so wie sie es vor anderthalb Jahren nach einem Negativrekord im eigenen Stadion geschafft hat. Damals folgte der Gewinn des DFB-Pokals. Doch aktuell ist der VfB von einem ähnlichen positiven Verlauf weit entfernt. Gibt es noch das nötige Glück, um die zahlreichen Torchancen, die sie sich erarbeiten, in Zählbares umzuwandeln? Wir dürfen gespannt sein.

Schaut man sich die durchschnittlichen Werte in den letzten zehn Spielen an, ist der Ballbesitz von 58 % und die erwarteten Tore (xG) von 1,85 ein Lichtblick. Aber das reicht nicht. Die Fans erwarten mehr als nur Statistiken – sie wollen Emotionen, Leidenschaft und vor allem: Tore! Die nächsten Spiele könnten darüber entscheiden, in welche Richtung die Reise für den VfB Stuttgart gehen wird. Die Frage bleibt: Finden sie die Balance zwischen Spielaufbau und der notwendigen Effizienz im Abschluss? Die Zeit wird es zeigen.

Mit einem geschätzten Marktwert von 399,45 Millionen Euro hat der VfB Stuttgart das Potenzial, wieder auf die Erfolgsspur zurückzukehren. Doch dafür müssen sie jetzt anpacken und die Probleme angehen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Fans zurückzugewinnen und den Glauben an eine bessere Saison zu festigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt…