Es tut sich viel in der Welt der Künstlichen Intelligenz, und Stuttgart ist da natürlich nicht außen vor. HIVE Digital Technologies hat jüngst eine Finanzierung von rund 129 Millionen US-Dollar verkündet, um seine KI-Infrastruktur auszubauen. Das Geld kommt von der indirekten Tochtergesellschaft BUZZ Alpha Cloud, die den Kredit aufnimmt. Gemeinsam mit BUZZ HPC, die auch mit im Boot ist, wird nun ein neuer Rechencluster für einen dreijährigen Vertrag mit dem KI-Anbieter Cohere angeschafft. Und das ist noch nicht alles! Die Finanzierung deckt etwa 80 % der geschätzten Investitionskosten ab und läuft über drei Jahre, mit einem festen Zinssatz von 9,0 %. Die Rückzahlung erfolgt aus den Einnahmen des Cohere-Vertrags. Ein spannendes Projekt, das die technologische Landschaft hierzulande aufmischen könnte.

Um den neuen Cluster zu realisieren, werden beeindruckende 2.303 NVIDIA-GB200-GPUs zum Einsatz kommen. Diese Anlage soll Rechen-, Verbindungs- und Speicherleistungen bereitstellen, die für den im Juni angekündigten Cohere-Vertrag erforderlich sind. Laut Aydin Kilic, dem CEO von HIVE, beläuft sich der Gesamtwert des Vertrags über drei Jahre auf mehr als 225 Millionen US-Dollar – eine Summe, die sich gewaschen hat! Übrigens, die zuvor genannte Summe von 220 Millionen US-Dollar bezog sich ausschließlich auf die GPU-Rechenleistung. Die Notwendigkeit, in die richtige Hardware zu investieren, wird also immer deutlicher.

Technische Hintergründe und Innovationen

Die Technologie, die hier zur Anwendung kommt, ist nicht nur neu, sondern auch ausgesprochen leistungsstark. Die GB200-GPUs, die in diesem Cluster verwendet werden, bieten eine Reihe von Vorteilen. Mit ihrer Flüssigkühlung und der einheitlichen Speicherarchitektur sind sie für intensive KI-Workloads prädestiniert. Man spricht von einer 30-mal schnelleren LLM-Inferenz im Vergleich zur Vorgängerversion H100 – das ist schon eine Ansage! Umso mehr, als dass sie sich hervorragend für die Verarbeitung von Modellen mit mehr als einer Billion Parametern eignen.

Bei der Finanzierung hat HIVE nicht nur auf den Kredit gesetzt. Ein Teil der Hardware-, Software- und Infrastrukturkosten soll durch Erlöse aus ausgegebenen Wandelanleihen gedeckt werden. Im Jahr 2026 wurden zinslose Wandelanleihen mit einem Bruttoerlös von insgesamt 245 Millionen US-Dollar platziert. Nach Abzug der sogenannten Capped Calls verbleiben rund 200 Millionen US-Dollar netto. Damit hat man ein ordentliches Polster für die großen Pläne.

Der Markt und seine Herausforderungen

Aber die Reise ist nicht ohne Risiken. Verzögerungen bei der Lieferung oder Inbetriebnahme, höhere Projektkosten oder eine schwächere Vertragserfüllung könnten die Rückzahlung aus den Kundenerlösen gefährden. Und das ist etwas, das man im Hinterkopf behalten sollte. HIVE hat bereits drei Abnahmeverträge für GPU-Cloud-Leistungen mit einem Gesamtwert von 600 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Ein beeindruckendes Portfolio, das zeigt, wie ernst es das Unternehmen mit der Expansion seiner KI-Dienste meint.

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In einer Welt, wo KI immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist der Schritt von HIVE und BUZZ HPC nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein strategischer. Die angesprochene souveräne KI-Infrastruktur sorgt dafür, dass Daten und Rechenprozesse in der vom Kunden gewählten Rechtsordnung verbleiben. Das ist besonders für Unternehmen von Bedeutung, die datenschutzrechtliche Bedenken haben. HIVE betreibt Rechenzentren in Kanada, Schweden und Paraguay und setzt dabei auf erneuerbare Energie – ein Schritt in die richtige Richtung.

Ein wenig Provokation gefällig? Die Cloud kostet zwischen 3 und 5 US-Dollar pro GPU-Stunde. Das klingt erst einmal nach einem Schnäppchen, aber bei einem 24/7-Betrieb summiert sich das schnell. On-Premise-Lösungen könnten sich bei einer Auslastung von mehr als 80 % schneller amortisieren. Da stellt sich die Frage: Ist die eigene Infrastruktur der richtige Weg oder sollten Unternehmen weiterhin auf Cloud-Dienste setzen? Ein Dilemma, das viele Unternehmen zurzeit beschäftigt. Irgendwie spannend, oder?