Wasserschaden am Leibniz-Gymnasium: Chaos und Sanierungspläne in Stuttgart-Feuerbach
Am Neuen Leibniz-Gymnasium in Stuttgart-Feuerbach ist es über das Wochenende ordentlich schiefgegangen. Ein geplatzter Wasserschlauch im zweiten Obergeschoss verwandelte die Schule in ein nasses Durcheinander. Wasser, wohin das Auge blickt – über drei Stockwerke lief es und machte auch vor dem Untergeschoss nicht halt. Am Montag standen die Flure unter Wasser, und die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um das Wasser aus dem Gebäude zu pumpen. Was für ein Chaos!
Ein paar Tage nach dem Vorfall ist die Lage noch immer angespannt. Viele Räume sind auch jetzt, Mitte der Woche, nicht nutzbar. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben bis neun wurden am Montag nach Hause geschickt, während andere in Ausweichquartieren untergebracht wurden. Für einige ist jetzt Homeschooling angesagt – echt schade, denn das Präsenzlernen hat doch seinen ganz eigenen Charme. Bürgermeisterin Isabel Fezer hat die Schule besichtigt und betont, dass die Rückkehr zum Präsenzunterricht oberste Priorität hat. Die Planungen laufen auf Hochtouren.
Wie geht es weiter?
Die Sanierung des historischen Gebäudes, das vom Architekten Paul Bonatz entworfen wurde, wird laut Stadt Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen. Allein die Trocknung der Räume könnte vier Wochen dauern. Das Schulverwaltungsamt ist dabei, die Schäden zu bewerten und Maßnahmen zu ergreifen, damit der Regelbetrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann. Die Sicherheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften hat hierbei höchste Priorität.
Die Stadt plant, die betroffenen Räume sorgfältig zu prüfen und gleichzeitig Übergangslösungen zu finden. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler möglichst nach den Herbstferien wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren können. Es ist auch angedacht, dass bei notwendigem Homeschooling die Schüler – so oft es geht – die Schule besuchen können. Vor allem ältere Klassen könnten gegebenenfalls im Homeschooling unterrichtet werden, da dies für jüngere Schüler als weniger optimal gilt.
Ein schwerer finanzieller Schlag
Wirtschaftlich betrachtet wird der Schaden auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Das ist ganz schön viel Holz, wenn man bedenkt, dass die genauen Ursachen des Wasserschadens noch nicht vollständig geklärt sind. Die Stadt hat jedoch bereits angekündigt, dass trotz dieser unerfreulichen Situation keine Lernrückstände zu erwarten sind. Vor den Ferien sollen die Klassenarbeiten wie geplant stattfinden, was zumindest ein kleiner Lichtblick in diesem ganzen Schlamassel ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Sanierungsarbeiten zügig vorankommen und die Schüler bald wieder in ihrem gewohnten Umfeld lernen können.
Die Stadt Stuttgart hält die Öffentlichkeit regelmäßig über die Entwicklungen informiert. In einer Zeit, in der die Bildung unserer Kinder wichtiger denn je ist, wird alles daran gesetzt, die Schule schnellstmöglich wieder fit zu machen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Schülerinnen und Schüler bald wieder in ihren Klassenräumen Platz nehmen können.
