Bad Cannstatt, 18. Oktober 2026 – Die Luft in Stuttgart ist ohnehin schon aufgeladen, doch die Stimmung rund um den VfB wird nicht unbedingt besser. Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit nur einem einzigen Stürmertor nach sechs Spieltagen, fragt sich so mancher Fan, wo die treffsicheren Angreifer geblieben sind. Ja, die Offensive, die den VfB in der letzten Bundesliga-Saison mit 71 Toren zur zweitbesten der Liga machte, scheint in dieser Spielzeit ein wenig auf der Strecke geblieben zu sein. Deniz Undav und Ermedin Demirovic, die zusammen 31 Treffer erzielten, konnten bisher nicht annähernd an ihre vergangene Form anknüpfen.

Das einzige Tor, das die Stuttgarter Sturmnöte etwas lindern konnte, erzielte Demirovic beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln nach einem beeindruckenden Solo über das halbe Spielfeld. Doch seitdem bleibt das Trio aus Demirovic, Undav und Dzenan Pejcinovic torlos. Schwierigkeiten, die nicht nur an der Form der Spieler liegen, sondern auch an der taktischen Ausrichtung. So wurde Undav zu Saisonbeginn oft auf der Zehnerposition eingesetzt, was zwar seine Spielintelligenz förderte, aber gleichzeitig seine eigenen Abschlussmöglichkeiten stark einschränkte.

Die Herausforderungen der Stürmer

Ermedin Demirovic, der eigentlich für seine Kaltschnäuzigkeit im Strafraum bekannt ist, hat in der Bundesliga bisher nicht die gewohnt starke Abschlussstärke gezeigt. Bei einem letzten Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV vergab er zwei vielversprechende Kopfballchancen – die Präzision fehlte einfach. Komischerweise hat auch Dzenan Pejcinovic, der für stolze 25 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg nach Stuttgart kam, noch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet. Sein Einfluss auf das Spiel ist eher bescheiden, und trotz seiner technischen Stärken werden ihm oft ungewohnte Ballverluste zum Verhängnis. Das hat ihn ziemlich frustriert, so scheint es.

Die kommende Partie gegen Borussia Dortmund am Samstag, den 19. September 2026, könnte für die Stürmer eine entscheidende Wende bringen. Cheftrainer Sebastian Hoeneß hat angekündigt, dass in dieser Trainingswoche an der defensiven Stabilität gearbeitet wurde, ohne die offensive Durchschlagskraft zu verlieren. Und mit Demirovic als Kapitän auf dem Platz, könnte es eine gute Gelegenheit sein, endlich wieder für Furore zu sorgen.

Der Kader und die weiteren Spiele

Die Startelf für das Spiel gegen Dortmund ist vielversprechend. Neben Demirovic wird auch Deniz Undav auf dem Platz stehen, der es zuletzt geschafft hat, eine bessere Balance zwischen Spielaufbau und Abschluss zu finden. Aber man fragt sich: Reicht das? Nach der knappen Niederlage gegen die TSG Hoffenheim und dem relativ glanzlosen Auftreten in den ersten sechs Spielen, muss der VfB unbedingt punkten. Aktuell steht Stuttgart auf Platz 13 in der Tabelle mit nur zwei Siegen und insgesamt sechs Punkten.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die nächsten Spiele sind ebenfalls wichtig – am 23. Oktober wartet Borussia Mönchengladbach, und am 31. Oktober geht es gegen Bayer 04 Leverkusen. Die Fans hoffen inständig auf eine Rückkehr zur alten Stärke, wo Tore in Hülle und Fülle fielen und die Offensive sprühte. Ein bisschen mehr Abschlussglück könnte da nicht schaden!