Der VfB Stuttgart steckt nach der jüngsten 2:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach tief in der Krise. Nach dem fünften Verlust im siebten Bundesliga-Spiel ist der Gesprächsbedarf enorm. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bezeichnete die Pleite als „Tiefpunkt“ und ein klares Signal, dass es so nicht weitergehen darf. Gladbach, der Tabellenletzte vor diesem Duell und noch ohne Punkt, hat mit diesem Sieg nicht nur die eigene Misere beendet, sondern auch Stuttgart in den Tabellenkeller befördert.

Das Spiel begann für die Schwaben eigentlich vielversprechend. Ermedin Demirovic brachte Stuttgart in der 5. Minute in Führung und sorgte für erste Hoffnungen. Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Nach etwa 20 Minuten übernahm Gladbach das Zepter und Stuttgart fand nicht mehr ins Spiel zurück. Trainer Sebastian Hoeneß kritisierte die einfache und unnötige Ballverluste, die den Gegner ins Spiel brachten und die Mannschaft einfach überfordert haben. „Wir haben zu wenig investiert“, resümierte Hoeneß nach der Partie und bezeichnete die Leistung als die schwächste der Saison. „Mit so einer Vorstellung gewinnst du keine Spiele“, war er sich sicher.

Ein Rückblick und Ausblick

Einige Tage zuvor hatten die Stuttgarter noch ein ansprechendes 1:1 gegen Atlético Madrid in der Champions League gezeigt. Doch die Rückkehr in die Bundesliga verlief alles andere als optimal. Mit nur sechs Punkten aus sieben Spielen liegen die Stuttgart weit hinter den eigenen Erwartungen. Hoeneß forderte, dass jeder in der Mannschaft erkennt, dass für Siege mehr nötig ist. „Es muss klar sein, dass wir die Grundlagen wieder umsetzen müssen“, so der Coach. Das Team sollte sich nicht mit dem Gedanken in die kommenden Spiele gehen, verletzlich zu sein.

Die nächste Herausforderung steht bereits vor der Tür: Am Mittwoch um 18:00 Uhr trifft der VfB im DFB-Pokal auf den SC Paderborn. Demirovic und seine Mitspieler sind sich der Gefahren bewusst. Schließlich hat Paderborn Stuttgart erst kürzlich in der Liga mit 2:0 besiegt. „Das Pokalspiel ist potenziell gefährlich“, so Demirovic. Er zeigte sich dennoch optimistisch, dass die Mannschaft wieder erfolgreich sein kann und die Punkte holen wird. „Wir müssen einfach an uns glauben und die richtigen Schlüsse ziehen“, fügte er hinzu.

Die Stimmung in Bad Cannstatt ist angespannt. Ein frühes Ausscheiden im Pokal könnte die bereits angespannte Lage weiter verschärfen. Die Fans hoffen auf eine Wende, doch die Mannschaft steht unter Druck. Es bleibt abzuwarten, ob sie die nötige Mentalität und Leistung zeigen kann, um aus der Misere herauszukommen. Die Zeit drängt, und das nächste Spiel könnte entscheidend sein für den weiteren Verlauf der Saison.

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