Stuttgart-West im Fokus: Marei Moisio sucht neue Drehorte für den „Tatort“
Heute ist der 21.10.2026 und die Sonne scheint warm auf die Straßen von Stuttgart-West. Ein ganz normaler Tag, könnte man meinen. Doch während sich die Stadt langsam in den Alltag schleicht, ist ein ganz besonderes Ereignis im Gange: Die freischaffende Location-Scout Marei Moisio hat sich auf die Suche nach neuen Drehorten für den Stuttgarter „Tatort“ gemacht. Ihre Mission? Zwei Weingüter als mögliche Schauplätze für die nächste Episode vorzustellen! Und das tat sie mit viel Enthusiasmus.
Die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz, gespielt von Richy Müller und Felix Klare, haben in den letzten Jahren schon 24 Kriminalfälle gelöst. Immer wieder wird die Stadt zum Filmset und die Zuschauer können sich auf spannende Geschichten freuen, die in Stuttgart und der Region spielen. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie die Stadt in verschiedensten Facetten präsentiert wird. Marei Moisio begleitet das Tatort-Team auf einer Motivtour, um die besten Locations auszuwählen – ein Prozess, der alles andere als trivial ist. Schließlich muss jede Szene perfekt ins Bild passen und die Atmosphäre des „Tatorts“ einfangen.
Kreative Drehorte und spannende Geschichten
Die Auswahl der Drehorte ist entscheidend. Auch wenn Stuttgart regelmäßig als Kulisse dient, werden viele Szenen an anderen Orten gedreht. Das komplette Produktionsteam des SWR sitzt in Baden-Baden und für die Dreharbeiten in Stuttgart müssen die Crewmitglieder in Hotels untergebracht werden – das verursacht nicht nur Kosten, sondern auch Emissionen. Hier kommt das Konzept „Green Producing“ ins Spiel, das der SWR zunehmend berücksichtigt. Es ist beeindruckend, wie die Filmindustrie sich anpasst und gleichzeitig den Klimaschutz im Blick behält.
Die Dreharbeiten für einen „Tatort“ dauern in der Regel etwa 22 bis 23 Tage, am Ende stehen dann gerade mal drei bis fünf Minuten fertiger Film. Das Warten auf die Ausstrahlung kann sich bis zu neun Monate hinziehen. In der Zwischenzeit wird an vielen kreativen Lösungen gearbeitet. Ein Beispiel: Im „Tatort: Stau“ konnte die Stuttgarter Weinsteige nicht direkt genutzt werden, weil sie nicht eine Woche lang gesperrt werden konnte. Also wurde kurzerhand ein Teil der Straße in einer Freiburger Messehalle nachgebaut! Die Weinsteige wurde vorher genau vermessen, um einen realistischen Eindruck zu schaffen.
Stuttgarter Drehorte im Fokus
Die Stadt Stuttgart hat eine Vielzahl von Locations zu bieten. Der Max-Eyth-See in Hofen diente als Kulisse für „Preis des Lebens“, wo die Tochter von Kommissar Bootz entführt wird. Auch die Hohenheimer Straße zwischen den Stadtbahnstationen Olgaeck und Dobelstraße war bereits Schauplatz für „Der Mann, der lügt“. Ein weiteres Highlight ist der Tennisclub Waldau, und wie könnte man die Stadtbibliothek Stuttgart vergessen, die für die Außenaufnahme von „Der Inder“ genutzt wurde? Es ist faszinierend zu sehen, wie diese Orte in die Geschichten integriert werden.
Vergangenes Jahr erlebte der Kioskbesitzer Mustafa Can seinen ersten Drehtag, als die Kommissare am Kiosk im Stuttgarter Westen drehten. Solche Geschichten machen die Dreharbeiten aufregend und lebendig – die Menschen, die Orte, die kleinen Anekdoten, die immer wieder für Staunen sorgen.
Wie es scheint, wird die Suche nach den perfekten Drehorten nie enden. Und wir können uns sicher sein, dass die Kommissare Lannert und Bootz uns mit ihren neuen Fällen auch in Zukunft spannende Einblicke in die Region geben werden. Wer weiß, vielleicht wird das nächste Weingut, das Marei Moisio entdeckt, unser nächster Lieblings-Drehort im Stuttgarter „Tatort“!
