25 Jahre Lachyoga in Stuttgart: Ein Jubiläum voller Freude und Gemeinschaft
Am vergangenen Wochenende feierte der Lachyoga-Treff im Stadtteilhaus Mitte in Stuttgart ein ganz besonderes Jubiläum: 25 Jahre voller Freude, Lachen und Gemeinschaft. Initiator Hans-Martin Bauer, ein wahrer Humor-Magier, hatte eingeladen, und knapp 30 Teilnehmer – vorwiegend ältere Damen und Herren – folgten dem Aufruf. Man könnte sagen, es war wie ein großes Familientreffen, bei dem die Atmosphäre von fröhlichen Klängen und dem Duft eines köstlichen Buffets erfüllt war.
Bauer, der sich nicht nur als Lachyogalehrer, sondern auch als Sozialpädagoge, Familientherapeut und therapeutischer Clown versteht, begeistert seit einem Vierteljahrhundert die Menschen in Stuttgart. Einmal im Monat kommt er aus seinem Heimatort München, um den Teilnehmern wertvolle Lachstunden zu schenken. „Lachen ist die beste Medizin“, hat auch der indische Arzt Dr. Madan Kataria festgestellt, der die Lachyoga-Bewegung ins Leben rief. Sein Ansatz, einfach grundlos zu lachen, hat sich weltweit verbreitet und zieht Menschen in über 10.000 Lachclubs in 110 Ländern an. Das ist doch ein Grund, sich zu freuen!
Das Konzept des Lachyoga
Im Lachyoga geht es nicht nur um Scherze und Witze, sondern vielmehr um die gesundheitlichen Vorteile des Lachens. Stressabbau, Stärkung des Immunsystems und eine bessere Sauerstoffzufuhr sind nur einige der positiven Effekte, die durch das Lachen erreicht werden können. Bauer, der sein Leben selbst durch das Lachen verändert hat, fordert seine Teilnehmer auf, „vorbeugend“ zu lachen – eine Aufforderung, die mit erhobenen Armen und dem gemeinsamen, herzlichen Ruf „Hohohohahaha!“ umgesetzt wird.
Die Lachübungen, die Bauer anleitet, sind wie eine Mischung aus rhythmischem Klatschen, Bewegungen und – natürlich – viel Lachen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Lachen echt oder vorgetäuscht ist, denn beide Formen haben eine positive Wirkung auf Körper und Geist. So wird das ansteckende Lachen in der Gruppe zu einer Quelle der Freude und des Miteinanders. Es ist fast so, als würde man in eine andere Welt eintauchen – eine Welt, in der Sorgen und Ängste für eine Weile keine Rolle spielen.
Humor und Empathie
Bauer orientiert sich an den Gedanken des Psychiaters Viktor Frankl und hat sich zum Ziel gesetzt, therapeutischen Humor in pädagogischen und therapeutischen Berufen stärker zu integrieren. „Was kränkt, macht krank“, lautet sein Grundsatz. Kommerzielle Wettbewerbe wie „Lacholympiaden“ lehnt er ab – für ihn ist Humor kein Wettbewerb. „Das Lachen sollte unser Herz berühren und nicht in einen Wettkampf überführt werden“, erklärt er mit Nachdruck.
Ein weiterer Teilnehmer, Martin Müller, der von Anfang an dabei ist, schwärmt vom Konzept des „Lachens ohne Grund“. Und das ist es, was die Gruppe so besonders macht: In einer Zeit, in der viele Menschen mit „leeren Blicken“ umherirren, bringt der Lachyoga-Treff ein Stück Lebensfreude zurück. „Wir haben alle unsere Sorgen, aber hier können wir einfach mal loslassen“, sagt er mit einem Lächeln. Es ist ein schöner Gedanke, dass gerade in der Schwäbischen Heimat, wo man oft dazu neigt, etwas zurückhaltend zu sein, das Lachen in den Vordergrund gerückt wird.
Die Lachyoga-Übungen im Stadtteilhaus Mitte sind ein wertvolles Angebot für Menschen jeden Alters. Wer neugierig geworden ist, sollte sich die monatlichen Treffen nicht entgehen lassen. Vielleicht ist das Lachen der beste Weg, um die eigene Lebensqualität zu verbessern und die Verbindung zu anderen Menschen zu stärken. Und wer weiß, vielleicht entdeckt der eine oder andere dabei auch den Mut, die eigene Freude wieder zuzulassen und „vorbeugend“ zu lachen.
