Stuttgart, die Stadt voller Leben und Überraschungen! Aber auch hier gibt’s Themen, die uns alle betreffen – wie etwa invasive Tierarten, die sich immer mehr in unseren Alltag schleichen. Was man dagegen tun kann und welche Köstlichkeiten man aus diesen Tieren zaubern kann, erfährt man bei einem spannenden Vortrag im Schützenhaus in Gingen an der Fils.

Am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, ab 19 Uhr, wird Stadtjäger Uli Pfeffer die aktuellen Herausforderungen rund um invasive Arten wie Waschbären, Nilgänse und Nutrias beleuchten. Diese Tiere sind mittlerweile im Landkreis angekommen und können nicht nur in der Natur, sondern auch in unseren heimischen Gärten für reichlich Unruhe sorgen. Die Kreisjägervereinigungen Göppingen und Kirchheim/Teck haben sich in ihren Wildwochen diesem brisanten Thema angenommen und bieten auch gleich die Möglichkeit, sich über die Schäden zu informieren, die diese Tiere anrichten können.

Ein Blick auf die Waschbären

Waschbären, die mit ihrem süßen Gesicht und den großen Augen erst einmal harmlos erscheinen, sind echte Überlebenskünstler. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, haben sie sich im Landkreis Göppingen fest etabliert. Sie breiten sich rasant aus, da sie keine natürlichen Feinde haben und sich super anpassen können. Doch das hat seine Schattenseiten: Schäden an Gebäuden, Gärten und sogar Risiken für heimische Tierarten sind nur einige der möglichen Folgen. Und wer hätte gedacht, dass sie auch Gesundheitsrisiken mit sich bringen können? Der Waschbär-Spulwurm, der über den Kot in die Umwelt gelangt, ist nur eines der vielen Probleme, die uns diese tierischen Neuankömmlinge bescheren können.

Wie kann man sich also wehren? Uli Pfeffer wird wertvolle Tipps geben, wie man die Tiere vertreibt – und das Beste: Nach dem Vortrag kann man gleich selbst probieren, was man aus all den invasiven Arten Leckeres zubereiten kann. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Pulled Waschbär vom Smoker, Ragout fin aus Nil- und Kanadagans im Königinpastetchen sowie Nutria-Saté-Spieße. Als Hauptgang erwartet die Gäste eine südafrikanische Bobotie aus heimischem Wildschwein – ein Gaumenschmaus, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Die Rolle der Stadtjäger

Im Landkreis Göppingen gibt es mehrere Stadtjäger, die sich um Mensch-Wildtier-Konflikte kümmern. Und das ist keine kleine Aufgabe, denn das Landratsamt erhält immer mehr Meldungen über Waschbären und Füchse in Siedlungsgebieten. Oft ist es so, dass Füchse, die in unseren Städten leben, unproblematisch sind. Sie nutzen die Umgebung als Nahrungsquelle und sind in der Regel scheu. Aber wenn sie regelmäßig gefüttert werden, verlieren sie ihre Scheu und können zu einem Problem werden. Da ist es gut zu wissen, dass die Stadtjäger helfen können, diese Konflikte zu entschärfen.

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Die Vorbeugung ist das A und O: Biomüll und Futter sollten gesichert werden, damit die Tiere nicht angelockt werden. Wer sich unsicher ist, kann sich auch direkt an die Gemeinde oder das Landratsamt wenden, um Hilfe zu bekommen. Es gibt sogar eine interaktive Karte mit Kontaktdaten der Stadtjäger auf der Website des Landratsamts.

Ein Blick über den Tellerrand

Eine aktuelle Studie der Goethe-Universität Frankfurt hat die Ausbreitung des Waschbären in Deutschland analysiert. Dabei wird deutlich, dass die Verbreitung im Südwesten Deutschlands noch in der Anfangsphase ist. Die Forschenden haben herausgefunden, dass Waschbären sich schnell vermehren und eine präzise Bestimmung ihrer Invasionsphasen ermöglichen. So kann man gezielter handeln und Schäden begrenzen. Eine spannende Entwicklung, die uns zeigt, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen!

Der Vortrag und die anschließenden Kostproben sind für 50 Euro pro Person zu haben. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an umweltschutzamt@lkgp.de anmelden. Ein Abend voller Informationen und kulinarischer Genüsse wartet auf dich! Lass dir das nicht entgehen!