In Aistaig, einem kleinen, aber feinen Teil von Oberndorf, wird es bald einen bewegenden Abschied geben. Pfarrerin und Seelsorgerin Christina Jeremias-Hofius legt nach viereinhalb Jahren ihr Amt nieder. Es ist ein Abschied, der nicht nur ihre Person betrifft, sondern auch das Ende eines Kapitels für die gesamte evangelische Gemeinde, denn das Pfarramt Aistaig wird nach mehr als 450 Jahren seine Pforten schließen. Ein tiefes Gefühl der Trauer schwingt in der Luft, besonders nach den anstrengenden Monaten, die hinter der Gemeinde liegen.

Der große Tag ist der 25. Oktober 2026. Um 15:00 Uhr beginnt der Abschiedsgottesdienst in der Evangelischen Kirche Aistaig. Unter dem Leitgedanken von Zukunft und Hoffnung wird die Gemeinde zusammenkommen, um sich von ihrer Pfarrerin zu verabschieden. Besonderes Augenmerk gilt hierbei den mitwirkenden Gästen: Schuldekan i. R. Hans Jörg Dieter wird ebenso dabei sein wie ein Projektchor und M. Link an der Orgel – da wird die Musik sicher zum Herzen sprechen.

Ein Moment der Begegnung

Nach dem Gottesdienst wird es die Möglichkeit geben, in ungezwungener Atmosphäre bei einem Ständerling im evangelischen Gemeindehaus zusammenzukommen. Fingerfood wird gereicht und der Musikverein Aistaig sorgt für den musikalischen Rahmen. Ein bisschen Schmaus, ein bisschen Geplauder – das klingt nach einem schönen Abschluss. Man kann sicher sein, dass die persönlichen Worte und Begegnungen an diesem Tag einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden.

Die Evangelische Kirche Aistaig, ein Ort mit Geschichte und viel Tradition, hat über die Jahre hinweg viele Menschen begleitet. Umso mehr wird dieser Abschied in der Gemeinde spürbar sein. Die Kirche selbst ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort des Miteinanders, der Freude, aber auch des Trostes. Es ist also nicht nur das Pfarramt, das hier schließt, sondern ein Stück Heimat, das viele Jahre lang für Geborgenheit und Zusammenhalt gesorgt hat.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Geschichte der Aistaiger Kirche reicht weit zurück und ist geprägt von zahlreichen Ereignissen und Veränderungen. Über 450 Jahre lang war das Pfarramt ein fester Bestandteil des Lebens in der Gemeinde. Es ist schon bemerkenswert, wie viele Generationen hier getauft, geheiratet oder Abschied genommen haben. Die Aistaiger Kirche steht für Gemeinschaft und Glauben, ein Ort, an dem man sich gegenseitig stützt.

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Wenn die Glocken am 25. Oktober läuten, wird es mehr als nur ein Abschied sein – es wird auch ein neuer Anfang für die Gemeinde sein. Vielleicht ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen, frische Ideen zu entwickeln und die Zukunft mit offenen Armen zu empfangen. Denn auch wenn es schwerfällt, loszulassen, so ist doch die Hoffnung, dass das, was kommt, ebenso wertvoll ist wie das, was war.