Heute ist der 27.10.2026, und in Stuttgart stehen große Veränderungen in der Landschaft der Kindertagesstätten an. Die katholische Kirche hat beschlossen, schrittweise 13 von insgesamt 54 Kindertageseinrichtungen zu schließen. Diese Entscheidung, die am 20. Oktober 2026 vom Stadtdekanatsrat getroffen wurde, ist nicht leicht gefallen, wie Stadtdekan Christian Hermes betont. Die erste Kita soll bereits zum 31. August 2027 ihre Türen schließen, gefolgt von weiteren Einrichtungen in den Jahren 2028 und 2029.

Betroffen sind Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen: Botnang, Untertürkheim, Bad Cannstatt, Zuffenhausen und Weilimdorf. Die Kirche verhandelt derzeit mit der Stadt Stuttgart, um die Möglichkeit einer Übernahme einzelner oder aller Kitas zu prüfen. Es bleibt abzuwarten, ob wirklich alle diese Einrichtungen schließen müssen, denn die Hoffnung lebt, dass das Jugendamt und die Stadt eine tragfähige Lösung finden können.

Die Details der Schließungen

Die geplante Schließung betrifft konkret:

  • 31. August 2027: Kinder- und Familienzentrum Pfiffikus, Botnang
  • 31. August 2028: Kita Abraxas, Stuttgart-West; Kita Johannesbären und Kita Stäffelesflitzer, Untertürkheim; Kita Pusteblume, Sillenbuch; Kinder- und Familienzentrum Im Seelberg, Bad Cannstatt; Kita St. Ottilia, Münster; Kita Bruder Klaus, Stuttgart-Ost; Kita Zur Heiligen Dreifaltigkeit, Zuffenhausen.
  • 31. August 2029: Kita Zur Heiligen Familie, Vaihingen; Kita St. Monika, Feuerbach; Kinder- und Familienzentrum St. Franziskus, Stuttgart-Nord; Kita St. Theresia, Weilimdorf.

Die genannten Schließungstermine sind jedoch nur gültig, wenn es nicht gelingt, eine andere Trägerschaft zu finden. Die katholische Kirche hat betont, dass Familien nicht ohne Betreuungsplatz bleiben sollen. Besonders für noch nicht eingeschulte Kinder sollen alternative Plätze in anderen katholischen Kitas bereitgestellt werden. Eltern können ihre Wunsch-Kita angeben und die Einrichtungen vorab besichtigen – das klingt doch nach einer menschenwürdigen Übergangslösung, oder?

Gründe für die Schließungen

Die Gründe für diese drastische Entscheidung sind vielfältig. Anhaltend hohe Kirchenaustrittszahlen, der demografische Wandel und ein sinkender Bedarf an Betreuungsplätzen spielen hier eine große Rolle. Auch die städtische Förderquote wurde um 2,5 Prozent reduziert, was die finanzielle Situation der Kitas zusätzlich belastet. Das führte dazu, dass die katholische Kirche ihren Eigenanteil für Personal- und Sachkosten verdoppeln musste – eine echte Herausforderung!

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Das Stadtdekanat hat auch die baulichen Zustände, die Auslastung und die Personalsituation der Kitas genau unter die Lupe genommen, bevor diese Entscheidung getroffen wurde. Mit künftig 41 Einrichtungen bleibt die katholische Kirche der drittgrößte Kita-Träger in Stuttgart, was einen gewissen Stolz mit sich bringen kann, aber dennoch zeigt, dass eine massive Reduktion unvermeidlich scheint.

Die Folgen für Mitarbeiter und Familien

Was bedeutet das für die Mitarbeiter? Ihnen sollen nach Möglichkeit alternative Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden, unter anderem in den verbleibenden Kitas. Die Frage der Arbeitsplatzgarantie bleibt jedoch offen, und das schafft natürlich Unsicherheit. Für die betroffenen Familien wird es wichtig sein, dass der Übergang verlässlich gestaltet wird. Die Kirche hat bereits angekündigt, dass sie die betroffenen Familien rechtzeitig informieren wird, sobald es weitere Neuigkeiten gibt.

Ein Blick auf die Finanzierung von Kitas lässt erahnen, warum es zu diesen Schließungen kommt. Öffentliche Mittel müssen gewährleisten, dass alle Kinder unabhängig von der finanziellen Lage ihrer Eltern Zugang zu einem Kita-Platz haben. Doch die Realität sieht oft anders aus. Dies führt zu einer Ungleichbehandlung zwischen kirchlichen und nicht-kirchlichen Trägern, was in der Vergangenheit bereits zu rechtlichen Auseinandersetzungen führte.

Insgesamt ist die Situation für viele Beteiligte nicht einfach. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Verhandlungen zwischen der Kirche und der Stadt entwickeln und welche Lösungen für die betroffenen Kinder und Familien gefunden werden können. Denn eines steht fest: Die Kleinen haben die besten Plätze verdient!