Emiliano Insúa, ein Name, der im Fußball nicht nur in Argentinien, sondern auch hier in Stuttgart große Wellen geschlagen hat. Geboren am 7. Januar 1989 in Buenos Aires, hat der ehemalige Linksverteidiger eine beeindruckende Karriere hingelegt. Nach seinem Abschied vom VfB Stuttgart Anfang 2020 zog es ihn noch für vier Jahre in die USA und Argentinien. In Los Angeles, wo er wegen der Coronavirus-Pandemie nur ein Jahr verbrachte, war die Saison kürzer als erwartet. Doch das hielt ihn nicht auf, denn die Rückkehr nach Argentinien war für ihn der nächste große Schritt. Dort spielte er drei Jahre in der ersten Liga und feierte mit Racing zwei Titel. Es war die Zeit, in der er endlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen konnte.

Stuttgart bleibt für Insúa aber etwas ganz Besonderes. Er verbrachte viereinhalb Jahre in der Stadt, in der seine beiden älteren Kinder aufwuchsen und Deutsch lernten. Die Familie fühlt sich Stuttgart verbunden und besucht die Stadt regelmäßig. Das Champions-League-Spiel zwischen dem VfB und Atlético Madrid ist für ihn ein Anlass, zurückzukehren. „Ich drücke dem VfB die Daumen“, sagt er, trotz seiner Zeit bei Atlético, wo er unter dem legendären Diego Simeone spielte und 2014 die spanische Meisterschaft gewann.

Ein Freund und Mentor

In Stuttgart war Christian Gentner, der damalige Kapitän, für Insúa mehr als nur ein Mitspieler. Er half ihm nicht nur beim Deutschlernen, sondern war auch eine wichtige Stütze in der neuen Umgebung. „Gentner war ein sehr guter Freund und ein hervorragender Profi“, erinnert sich Insúa. Die beiden pflegen auch heute noch einen guten Kontakt. Gentner, der nun als Sportdirektor beim VfB tätig ist, hat seine Arbeit sehr gut gemacht, und Insúa sieht in ihm einen wichtigen Teil der VfB-Familie.

Der Weg von Insúa war nicht immer einfach. Nach seiner Zeit bei Atlético Madrid, wo er aufgrund des gesetzten Linksverteidigers Filipe Luís oft auf der Bank saß, war es der Wechsel nach Stuttgart, der ihn zurück ins Rampenlicht brachte. In 135 Pflichtspielen für den VfB erzielte er drei Tore und gab neun Vorlagen, die entscheidend für den Aufstieg in die Bundesliga waren. Er hatte eine positive Bilanz in der schwäbischen Landeshauptstadt und bleibt unvergessen als argentinischer Rekordspieler des Clubs.

Ein Karrierewechsel

Nach seinem Karriereende hat Insúa eine neue Herausforderung gefunden. Er stieg in die Berateragentur seines Bruders Emanuel ein, der 17 Jahre lang sein Agent war. Heute unterstützt er junge Talente auf ihrem Weg zum Profifußball. „Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und jungen Spielern helfen“, sagt er, wenn man ihn nach seinen Plänen fragt. Die Leidenschaft für den Fußball bleibt, doch die tägliche Arbeit im Fußballgeschäft kann er sich nicht mehr vorstellen.

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Insúa blickt auf eine Karriere zurück, die ihn durch verschiedene Länder und Ligen geführt hat. Vom Jugendspieler bei Boca Juniors über Liverpool, Galatasaray und Sporting CP bis hin zu Atlético und schließlich zum VfB Stuttgart. Bei Liverpool, wo er zum ersten Mal in der Premier League debütierte, gewann er mit der Reserve die Premier Reserve League und machte sich einen Namen. Seine Zeit bei Atlético war geprägt von Erfolgen, auch wenn er nicht die Einsatzzeiten hatte, die er sich gewünscht hätte. Dennoch sind die Erinnerungen an die Titel und die leidenschaftliche Spielweise des Teams unter Simeone unvergesslich.

Die Rückkehr nach Argentinien war ein weiterer Schritt in einem bewegten Leben. Nach einem Jahr in Los Angeles, wo er für LA Galaxy spielte, fand er seinen Weg zurück in die argentinische Liga und beendete seine aktive Karriere bei Racing Club. Emiliano Insúa hat viel erlebt, doch die Verbindung zu Stuttgart und zum VfB wird immer einen besonderen Platz in seinem Herzen einnehmen.