Die Vorfreude ist greifbar in Bad Cannstatt! Emiliano Insúa, der ehemalige Linksverteidiger des VfB Stuttgart, nähert sich mit großen Schritten dem Stadion. Am 19. Oktober 2026 steht ein echtes Highlight auf dem Programm: Der VfB Stuttgart trifft im Champions-League-Spiel auf Atlético Madrid, einen Verein, für den Insúa ebenfalls aktiv war. Es ist nicht nur ein Fußballspiel für ihn – es ist ein Wiedersehen mit alten Weggefährten und ein Moment voller Emotionen.

Insúa, geboren am 7. Januar 1989 in Buenos Aires, hat in seiner Karriere so einiges erlebt. Von der Jugend bei Boca Juniors über seine Zeit beim FC Liverpool bis hin zu seinen Jahren in Stuttgart – der Mann hat Geschichten zu erzählen. In Stuttgart hat er sich, wie er selbst sagt, besonders wohlgefühlt. Seine beiden älteren Kinder wuchsen hier auf, besuchten den Kindergarten und die Grundschule, und auch wenn sie mittlerweile in Argentinien leben, haben sie nie das Deutschlernen aufgegeben. Das zeigt, wie sehr dieser Ort in ihren Herzen verankert ist.

Ein besonderes Kapitel in der Karriere

Die Jahre beim VfB sind für Insúa beeindruckend. 125 Ligaspiele stehen für ihn zu Buche, und er hat es sogar geschafft, als argentinischer Rekordspieler in die Geschichte des Vereins einzugehen. Sein erstes Bundesliga-Tor erzielte er im September 2018 beim packenden 3:3 gegen den SC Freiburg. Aber nicht nur das – Insúa war auch maßgeblich am Wiederaufstieg des VfB nach der Zweitligasaison 2017/18 beteiligt. Elf Vorlagen in dieser Saison sprechen für sich!

Seine Zeit bei Atlético Madrid war hingegen von der harten Konkurrenz geprägt. Der argentinische Trainer Diego Simeone hatte große Stücke auf ihn gehalten, bezeichnete ihn als emotionalen und talentierten Coach, der seinen Spielern Kampfgeist und Einsatzbereitschaft vermittelte. Doch auf dem Platz kam Insúa nur selten zum Zug – insgesamt nur neun Ligaspiele für Atlético. Ein Umstand, der ihn sicher nicht davon abhielt, den Verein zu schätzen, denn mit ihm gewann er den Pokal und die Meisterschaft.

Die Rückkehr nach Stuttgart

Jetzt, Jahre später, wird Insúa wieder im Stadion sein, um dem VfB die Daumen zu drücken. Sein Tipp für das Spiel? Ein 2:1 für Stuttgart. Das ist ein klares Zeichen seiner Verbundenheit. Und auch wenn er mittlerweile seine Karriere beendet hat und als Partner in der Berateragentur seines Bruders arbeitet, bleibt der Fußball ein zentraler Bestandteil seines Lebens. Er will jungen Talenten helfen, ihren Weg in den Profifußball zu finden.

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Sein ehemaliger Teamkollege Christian Gentner, jetzt Sportdirektor beim VfB, hat ihn damals bei seiner Ankunft in Stuttgart unterstützt. Es ist bemerkenswert, wie Freundschaften im Fußball entstehen und alte Weggefährten sich gegenseitig helfen. Insúa hat sich entschieden, keine Tätigkeit als Sportdirektor anzustreben, um mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Ein kluger Schritt, denn die Familie ist das, was zählt!

Die Atmosphäre in Bad Cannstatt wird heute Abend sicher elektrisierend sein. Die Fans sind bereit, ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen, während Insúa mit einem Lächeln im Gesicht die Erinnerungen an seine Zeit hier in Stuttgart aufleben lässt. Fußball ist mehr als nur ein Spiel; es ist eine emotionale Reise, die die Menschen verbindet – und Insúa ist ein Teil dieser besonderen Geschichte.