Die aktuelle Transfergeschichte um den Stürmer Nick Woltemade sorgt für große Aufregung im deutschen Fußball. Eine Einigung zwischen dem FC Bayern München und dem Spieler steht offenbar bevor, was den VfB Stuttgart in eine schwierige Lage bringt. Laut Informationen von FussballTransfers fühlen sich die Schwaben von den Münchnern hintergangen, da Sportvorstand Max Eberl Gespräche mit Woltemade geführt hat, ohne den VfB zu informieren.
Der VfB Stuttgart war frühzeitig daran interessiert, Woltemade an den Verein zu binden. Für eine Vertragsverlängerung wurde ein neues Angebot in Höhe von 2,5 Millionen Euro pro Jahr unterbreitet, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zu seinem vorherigen Gehalt von 1,5 Millionen darstellt. Woltemade selbst empfand dieses Angebot jedoch als „Affront“, was den Verhandlungsspielraum unglücklich erscheinen lässt.
Der VfB Stuttgart steht fest zu Woltemade und ist nicht gewillt, ihn „kampflos ziehen zu lassen“. Vorstand Fabian Wohlgemuth betont, dass der Weg des Spielers beim VfB noch nicht zu Ende sei und verweist darauf, dass Woltemade bis 2028 an den Verein gebunden ist. Wohlgemuth plant deutlich mit dem talentierten Stürmer und möchte dessen sportliche Qualitäten in der kommenden Saison nutzen. Woltemade hat den Verantwortlichen des VfB bereits über seinen Wechselwunsch informiert.
Rolle der Verhandlungen
Die Verhandlungen über den möglichen Wechsel zu Bayern sollen nach dem EM-Finale gegen England, das am kommenden Samstag stattfindet, intensiver werden. Es gibt Berichte, laut denen Woltemade mit Bayern einen mündlichen Vertrag bis 2030 ausgehandelt hat, während die Münchener bereits zugestimmt haben, sein Gehalt neu zu verhandeln. Laut Transfermarkt ist der VfB Stuttgart überrascht und verärgert über diese Entwicklungen, da sie allen Interessenten, einschließlich der Bayern, eine Absage erteilt hatten.
In einem letzten Auftritt hat Woltemade in der U21-Europameisterschaft auf sich aufmerksam gemacht, wo er in vier Spielen gleich sechs Tore erzielte. Sein erfolgreicher Auftritt führte zu einer Nominierung in die A-Nationalmannschaft. Dies hat seinen Marktwert erheblich gesteigert und sein Potenzial als Spieler ist unbestritten. Stuttgart wird sich allerdings nicht leichtfertig von einem Spieler trennen, der trotz der Umstände als Schlüsselspieler betrachtet wird.
Der VfB hat für Woltemade ein Preisschild von 60 Millionen Euro festgelegt und bleibt bei seiner Haltung, auch wenn die Gespräche mit Bayern an Fahrt gewinnen sollten. Alexander Wehrle, Vorstandsboss des VfB, versicherte, dass sie mit Woltemade in die nächste Saison gehen wollen, während Bayern-Präsident Herbert Hainer sich eher zurückhaltend zu einem Deal äußerte. Die kommenden Wochen könnten entscheidend für die Zukunft von Nick Woltemade im deutschen Fußball werden.