Heute ist der 22.10.2026, und während sich die Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft in vollem Gange befinden, gibt es in der Schaustellerbranche einen besorgniserregenden Ruf nach Unterstützung. Der Schaustellerbund fordert eine eigene Dieselvergünstigung für die etwa 5.000 Schausteller in Deutschland. Verbandspräsident Albert Ritter lässt keinen Zweifel daran, dass viele von ihnen die hohen Spritkosten kaum noch tragen können. „Es könnte sein, dass Fahrgeschäfte wie Kinderkarussells zum Luxus werden“, so Ritter. Und das ist nicht nur eine Floskel, sondern spiegelt die Realität wider, mit der sich viele Schausteller auseinandersetzen müssen.

Der Dieselpreis hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Sorgenkind entwickelt. Besonders für Schausteller, die auf Volksfesten, Jahrmärkten und Weihnachtsmärkten große Mengen Diesel tanken müssen, wird die finanzielle Belastung immer drückender. Laut Ritter kann eine Tankfüllung für Zugmaschinen bis zu 600 Liter umfassen! Da hilft der temporäre Tankrabatt der Bundesregierung von rund 17 Cent pro Liter nur bedingt. Die Branche braucht dringend einen eigenen „Schaustellerdiesel“ – und zwar jetzt!

Globale Einflüsse auf die Dieselpreise

Die Situation wird zusätzlich durch die geopolitischen Spannungen, insbesondere den Iran-Krieg, kompliziert. Förderanlagen wurden zerstört, und transporttechnische Engpässe machen sich weltweit bemerkbar. Das wirkt sich nicht nur auf den Benzin- und Dieselpreis aus, sondern auch auf die Verfügbarkeit von Rohöl. Ein Ende der Kämpfe würde die Probleme nicht sofort lösen; der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur könnte Jahre in Anspruch nehmen. Die hohen Ölpreise machen es jedoch für einige Unternehmen wieder attraktiv, in die Förderung, den Transport und die Verarbeitung zu investieren. Vielleicht gibt es hier eine Möglichkeit für die Schausteller, durch innovative Ansätze und neue Partnerschaften an die benötigte Unterstützung zu gelangen.

Die Branche blickt also in eine ungewisse Zukunft. Und während die Weihnachtsmärkte vor der Tür stehen, ist es umso wichtiger, dass die Stimmen der Schausteller gehört werden. Die Statistiken zur Entwicklung der Energiepreise zeigen, dass die Kosten für Diesel und andere Energiearten in den letzten Monaten stark angestiegen sind. Seit dem 30. September 2026 wurden die Preise für Diesel und Benzin in den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte erfasst und die Lage ist angespannt. Die Schausteller sind auf Unterstützung angewiesen, damit sie nicht nur überleben, sondern auch weiterhin Freude und Unterhaltung auf die Märkte bringen können.

Wie es aussieht, könnte der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ein wenig anders ausfallen als gewohnt. Die bunten Lichter, die festliche Stimmung – all das hängt auch von den Rahmenbedingungen ab, unter denen die Schausteller arbeiten müssen. Es bleibt abzuwarten, ob die Forderungen nach einer Dieselvergünstigung Gehör finden und ob es eine Lösung für die Herausforderungen gibt, die der Markt und die geopolitischen Rahmenbedingungen mit sich bringen.

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