Heute ist der 28.10.2026 und im Rems-Murr-Kreis dreht sich alles um ein Thema, das uns alle betrifft: die steigenden Gaspreise. In Baden-Württemberg hat sich Erdgas in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich um 22 Prozent verteuert. Für eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden hat das spürbare Auswirkungen. Die jährlichen Kosten sind von 2.158 auf 2.643 Euro gestiegen. Das sind über 480 Euro mehr – ein echter Brocken, oder?

In allen Stadt- und Landkreisen des Landes liegen die Gaspreise über dem Vorjahresniveau. Besonders heftig hat es den Landkreis Ravensburg getroffen: Hier sind die Kosten von 1.965 auf 2.580 Euro jährlich gestiegen – ein Plus von 31,3 Prozent! Auch im Landkreis Göppingen gab es mit 31,2 Prozent einen starken Anstieg. Freiburg im Breisgau und Pforzheim folgen dicht dahinter mit 29,8 und 28,9 Prozent. Für viele Haushalte wird das Heizen damit zum echten Kostenfaktor.

Wo es besonders teuer wird

Wenn wir uns die Städte und Kreise genauer anschauen, wird schnell klar: Die Gaspreise unterscheiden sich erheblich. Am teuersten ist Erdgas aktuell in Pforzheim mit durchschnittlich 2.943 Euro pro Jahr für 20.000 Kilowattstunden Verbrauch. Das ist wirklich eine Hausnummer! Wer hingegen in Baden-Baden wohnt, kann sich mit 2.289 Euro glücklich schätzen – ein ganzes Stück günstiger. Aber warum ist das so? Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft nennt gestiegene Großhandelspreise und Netzentgelte als Hauptursachen. Diese machen etwa ein Fünftel des Gaspreises für Haushaltskunden aus.

Ein weiterer interessanter Punkt ist der Preisunterschied zwischen der teuren Grundversorgung und einem günstigen Neukundentarif. Laut Verivox beträgt dieser aktuell durchschnittlich 154 Euro pro Jahr. Ein Grund mehr, sich über die verschiedenen Tarife zu informieren und gegebenenfalls zu wechseln.

Die globale Situation im Blick

Ein Blick auf die weltweiten Ereignisse zeigt, dass die Energiepreise auch von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst werden. Seit dem Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar 2026 geraten die deutschen Energiepreise erneut unter Druck. Die Schließung der Straße von Hormus, über die etwa 20 Prozent des weltweiten Rohölhandels verlaufen, hat bereits zu einem Anstieg des Brent-Ölpreises geführt. Auch Heizöl zieht an, und Flüssiggas, das über den Persischen Golf transportiert wird, ist von Versorgungsunterbrechungen betroffen. Das alles wirkt sich natürlich auch auf unsere Gaspreise aus.

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Die Preise für Haushaltsstrom haben sich in den letzten Jahren moderat entspannt, jedoch bleibt die Situation bei den Gaspreisen angespannt. Im April 2025 kostete Gas in der Grundversorgung rund 13,57 Cent je Kilowattstunde – immer noch ein hohes Niveau, wenn man bedenkt, dass es 2023 über 16 Cent lag. Die Marktentwicklung zeigt, dass wir in diesen turbulenten Zeiten auf alles gefasst sein müssen.

So bleibt uns nichts anderes übrig, als die Heizkosten im Auge zu behalten und, wenn nötig, unsere Optionen zu prüfen. Schließlich will niemand im Winter frieren – und erst recht nicht dafür zu viel zahlen! In diesem Sinne: Bleibt warm und informiert!