Am Montagvormittag, so gegen 9 Uhr, wurde in Schlaitdorf ein kleiner Schockmoment für viele Anwohner ausgelöst. Während Wartungsarbeiten in der Trafostation in der Vogelsangstraße brach ein Feuer aus. Das Ergebnis? Teile von Schlaitdorf waren plötzlich ohne Strom! Da kommt man sich gleich wie im Mittelalter vor, oder? Die Feuerwehr ließ sich jedoch nicht lange bitten und rückte mit 28 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen an. Und, wie man so schön sagt, die Jungs und Mädels in Blau hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, was ja die Hauptsache ist. Doch der Sachschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Oje, das tut weh.

Gegen 10:30 Uhr, also etwa eineinhalb Stunden später, konnte dann aber Entwarnung gegeben werden: Alle Haushalte waren wieder mit Strom versorgt. Puh, rechtzeitig für die Kaffeepause!

Brandgefahr in der Region

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich kürzlich im Nordharz-Center in Blankenburg. Dort brannte eine Trafostation, vermutlich wegen eines technischen Defekts. Auch hier fiel der Strom aus, und die Mitarbeiter der Marktkauffiliale mussten die Kühlabteilung leerräumen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, aber die Schäden an der Stromversorgung waren erheblich. Es ist schon seltsam, wie oft solche Dinge passieren.

Unterstützung kam vom Technischen Hilfswerk (THW) und dem Katastrophenschutz, die bis zum späten Abend daran arbeiteten, die Stromversorgung provisorisch wiederherzustellen. Die Geschäfte sollten am Freitag wieder öffnen, aber in den Kühlregalen waren teilweise leere Bereiche zu erwarten. Ein Lichtblick gab es jedoch: Die Marktkauffiliale spendete das Speiseeis aus den abgeschalteten Kühlregalen an das Zeltlager der Kinder- und Jugendfeuerwehren in Pullman City. Das ist doch eine schöne Geste!

Hitzewelle und ihre Folgen

Energieforscher Stefan Tenbohlen hat zu den steigenden Trafobränden während der letzten Hitzewelle festgestellt, dass unzureichende Wartung und veraltete Anlagen ebenfalls eine Rolle spielen könnten. Wer hätte gedacht, dass so viele Faktoren zusammenkommen können? Unter anderem erhöhte elektrische Last durch Photovoltaikanlagen und schlechtere Kühlung wegen der hohen Temperaturen können zu Heißpunkten führen, die Brände auslösen. Das klingt fast schon nach einer teuflischen Kombination.

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Obwohl Tenbohlen die Brände als eher Einzelfälle beschreibt, zeigt die Statistik, dass in letzter Zeit bundesweit mehrere Trafostationen in Flammen aufgingen und zeitweise Tausende Haushalte ohne Strom waren. Trafostationen sind wichtig, denn sie übernehmen elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz und wandeln sie auf 230 beziehungsweise 400 Volt herunter. Danach wird der Strom über lokale Ortsnetze an die Endverbraucher verteilt. Wer hätte gedacht, dass hinter jedem Lichtschalter so viel Technik steckt?