In der kleinen, aber feinen Gemeinde Hochdorf wird an einem wichtigen Schritt zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung gearbeitet. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, eine UV-Desinfektionsanlage einzubauen, die mithilfe von ultraviolettem Licht unser Trinkwasser von unerwünschten Bakterien und Viren befreien soll. Chemische Zusätze? Fehlanzeige! So bleibt das Wasser nicht nur rein, sondern auch „naturbelassen“ – ein echter Gewinn für alle Hochdorfer.

Die Kosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf etwa 100.000 Euro. Diese sollen durch Mittel gedeckt werden, die ursprünglich für die Sanierung der „Dole zur Riß“ eingeplant waren. Ein kluger Schachzug, denn gleichzeitig wird auch die Sanierung eines rund 750 Meter langen Abschnitts der Oberflächenwasserverdolung angegangen. Hier ist die Leitung besonders stark durch Kalkablagerungen und Kies zugemüllt – teilweise um 50 Prozent! Das klingt nach einer ziemlichen Herausforderung. Um die Wartung zu erleichtern, werden außerdem zusätzliche Schächte eingebaut. Momentan gibt es dort nur zwei, was die Sache ziemlich kompliziert macht.

Hygiene in Zeiten des Klimawandels

Doch das ist nicht alles. Die UV-Anlage wird auch als zusätzliche Sicherheitsbarriere angesehen, besonders in Zeiten von Hitzewellen, Trockenheit und Starkregen. Ein Vertreter der Ewa Riss Netze hat den Einbau empfohlen. Und das nicht ohne Grund: Ähnliche Anlagen haben sich bereits im Pumpwerk Appendorf bewährt, und auch in Ummendorf wird bald eine solche installiert. Damit wird Hochdorf nicht nur sicherer, sondern zeigt sich auch zukunftsorientiert. Das ist schließlich kein alltäglicher Schritt!

Die Sanierung der „Dole zur Riß“ wurde auf 2028 verschoben, und bis dahin sollen belastbare Kostenberechnungen erstellt werden. Bürgermeister Stefan Jäckle beruhigte die Bürger, dass keine unmittelbare Gefahr einer vollständigen Verstopfung der Leitung besteht. Das klingt doch schon mal beruhigend, oder?

Technologie auf dem Vormarsch

Und während wir hier in Hochdorf aktiv werden, gibt es auch auf europäischer Ebene interessante Entwicklungen in der UV-Technologie. Die EU-RoHS-Richtlinie schränkt das Inverkehrbringen bestimmter gefährlicher Stoffe in elektronischen Geräten ein. Dazu zählt unter anderem Quecksilber, das in den meisten UV-Niederdruck- und Mitteldrucklampen enthalten ist. Das klingt nach einem Dilemma, denn diese Lampen nutzen angeregtes Quecksilber zur Erzeugung der erforderlichen UV-C-Strahlung. Hier zeigen sich die Herausforderungen, die die Wasserbranche meistern muss.

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Die Technologie entwickelt sich weiter. Neuere UV-C-LEDs könnten bald eine Alternative darstellen. Ihre Effizienz hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert, auch wenn sie aktuell noch nicht die Leistungsdichte der herkömmlichen Lampen erreichen. Ein Austausch bestehender Lampen wird jedoch nicht einfach sein, da die Strahlungsgeometrie eine andere ist. Der DVGW e. V. setzt sich dafür ein, dass in naher Zukunft zertifizierte UV-C-LED-Desinfektionsgeräte für deutsche Wasserwerke verfügbar sind. Vielleicht wird Hochdorf in Zukunft auch hier mit einer innovativen Lösung glänzen.

Das Wasser in Hochdorf wird also in den kommenden Jahren nicht nur durch die neuen Technologien sicherer, sondern auch umweltfreundlicher. Ein Schritt in die richtige Richtung, der vielleicht auch andere Gemeinden inspirieren könnte. Wer hätte gedacht, dass das eigene Trinkwasser so spannend sein kann? Manchmal sind es die kleinen Dinge, die große Wellen schlagen!