„Wir hatten gehofft, dass er es ist“ – Nikolaus Starks bewegende Kunstreise durch die Osterereignisse in Ostfildern
Heute ist der 20.10.2026 und in Ostfildern, genauer gesagt in der Kirche St. Dominikus, erstrahlt die Ausstellung „Wir hatten gehofft, dass er es ist“. Diese beeindruckende Sammlung ist ein Kunstwerk für sich, das die Osterereignisse in eindrucksvoller Bildsprache erzählt. Sie nimmt uns mit auf eine bewegende Reise vom Leiden und Sterben Jesu bis hin zu seiner triumphalen Auferstehung. Der Titel der Ausstellung, entlehnt aus der biblischen Geschichte der Emmaus-Jünger, lässt erahnen, wie tief diese Thematik in den Herzen der Menschen verwurzelt ist.
Die Emmaus-Jünger, die nach der Kreuzigung Jesu trauern, begegnen einem Wanderer, der ihnen erklärt, warum der Messias leiden musste. Und ganz im Moment des Brotbrechens, da erkennen sie: Der Wanderer ist Jesus selbst! Solche tiefgründigen Erzählungen zieht Nikolaus Stark in seinen Bildern auf, die ab dem 17. Oktober bis zum 23. November 2026 zu sehen sind. Es ist ein Fest für die Augen und die Seele.
Ein kreatives Leben
Nikolaus Stark, geboren 1931 in Geislingen am Ries, hat sein Leben der Kunst und der Spiritualität gewidmet. Schon als Schüler malte er, und sein Talent blühte auf dem elterlichen Hof auf. Doch das Malen musste lange Zeit warten, als er als Pfarrer tätig war. Erst als er die jüngsten Schüler unterrichtete, fand er wieder Zeit, seine künstlerische Ader auszuleben – mit einem nassen Schwamm malte er Bibelgeschichten an die Tafel. Ein Trick, der die Kinder dazu brachte, aufmerksam zuzuhören, während die Zeichnungen schnell wieder verschwanden.
Jetzt, im Ruhestand, hat Stark die Freiheit, sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen. Seine Bilder sind mehr als nur Farben auf einer Leinwand; sie sind seine Antworten auf die Fragen, die das Leben aufwirft. Seine Werke umfassen nicht nur biblische Motive wie die Emmaus-Jünger, Maria von Magdala und den auferstandenen Christus, sondern auch Landschaften, die die Schönheit der Schöpfung widerspiegeln. Blumen, Wege und blühende Gärten – jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte.
Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Kunst von Nikolaus Stark ist eine Verbindung von Spiritualität und visueller Darstellung. Er sieht die Malerei als ein Medium, um Themen zu ergründen und sein Verständnis zu vertiefen. Immer einen Skizzenblock bei sich, beobachtet er die Welt mit einem wachen Blick und bringt das Gesehene in seine eigene künstlerische Form. Das Besondere: Er verwendet selbst gemischte Kaseinfarben, frei von chemischen Zusätzen, was seinen Bildern eine einzigartige Tiefe verleiht.
Die Eröffnung der Ausstellung am 17. Oktober, die mit einer Eucharistiefeier um 18 Uhr beginnt, wird musikalisch von den Brüdern Marc und Miron Strokov am Cello und den Jungen Solisten Stuttgart begleitet. Um 19 Uhr folgt die Vernissage mit Bildbetrachtungen und Erläuterungen von Nikolaus Stark höchstpersönlich. Ein Abend, der sicher nicht nur die Augen, sondern auch die Herzen der Besucher berühren wird.
Die religiösen Werke der Ausstellung bleiben der „Pfarrer-Nikolaus-Stark-Stiftung“ vorbehalten, während Blumen- und Landschaftsbilder zum Kauf angeboten werden. Der Erlös fließt in die diözesanweite Förderung des Stiftungsgedankens, während Stark selbst sich aus dem finanziellen Aspekt heraushält. Es geht ihm um die Botschaft und die Verbindung zu den Besuchern, die er in seinen Bildern sucht.
