Heute ist der 18.10.2026, und ich sitze hier in Heilbronn, um über eine spannende Innovation zu berichten, die vielleicht für viele von uns in Stuttgart von Interesse ist. Das junge Startup Heatpump23 hat eine kompakte Wärmepumpe entwickelt, die als echte Alternative zu den altbekannten Gas-Etagenheizungen fungieren soll. In Deutschland gibt es ja immer noch knapp vier Millionen dieser fossil betriebenen Heizungen – da ist der Umstieg auf eine nachhaltigere Lösung dringend notwendig.

An dieser Stelle wird es interessant: Der Wechsel zu zentralen Heizungsanlagen oder Fernwärme in Eigentumswohnungen gestaltet sich oft als wahrer Drahtseilakt. Allein schon das Einvernehmen in einer Eigentümergemeinschaft zu finden, kann eine Geduldsprobe sein. Ganz zu schweigen von den notwendigen Nachrüstungen zentraler Heizungsrohre! Heatpump23 hat hier eine echt clevere Lösung gefunden, denn die neue Wärmepumpe lässt sich dezentral installieren – das könnte manchen Nachbarn das Leben erheblich erleichtern.

Die Technik dahinter

Das System besteht aus zwei Einheiten: einer Inneneinheit, die in etwa die Größe einer herkömmlichen Gastherme hat, und einer Außeneinheit, die etwas größer ist als ein Klimaanlagen-Außengerät. Die Inneneinheit enthält nicht nur einen Warmwasserspeicher, sondern auch eine Umwälzpumpe, und kann einfach dort montiert werden, wo vorher die Gastherme stand – sei es in der Küche, im Bad oder im Flur. Die Außeneinheit kann an der Fassade, auf dem Balkon oder sogar auf dem Dach montiert werden.

Ein weiterer Pluspunkt: Die beiden Einheiten dürfen bis zu 13 Meter voneinander entfernt sein, was allerdings einige Mauerdurchbrüche erfordert. Der Warmwasserspeicher hat ein Fassungsvermögen von 86 Litern, was für einen Drei-Personen-Haushalt ausreichend ist – ohne dass man auf Komfort verzichten muss. Ein Pufferspeicher ist nicht vorgesehen, aber das System nutzt eine Regeltechnik, die für kleine Wärmemengen optimiert ist. Und ganz wichtig: Die Bedienung erfolgt bequem per App. Man möchte nicht mehr ohne sein Smartphone sein, oder?

Kosten und Installation

Ein weiterer Aspekt, der viele interessieren dürfte, sind die Kosten. Die Installation durch Partnerbetriebe dauert etwa zwei Tage und schlägt mit Preisen zwischen 18.000 und 25.000 Euro brutto zu Buche, wobei mögliche Förderungen noch abgezogen werden können. Diese Anlagen werden in Heilbronn von rund 15 Mitarbeitern des Startups produziert, während die Außeneinheiten in China gefertigt werden. Das Unternehmen hat sich durch Fördergelder und Investitionen unter anderem der Landesbank Baden-Württemberg und des Stuttgarter Klima-Innovationsfonds finanziert.

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Was die Betriebskosten angeht, so sollen diese laut Heatpump23 etwa 25 Prozent unter denen herkömmlicher Gas-Etagenheizungen liegen. Das hört sich doch nach einem echten Sparpotenzial an, oder? Die maximale Vorlauftemperatur beträgt 55 Grad Celsius, und für Extremfälle gibt es einen integrierten Heizstab mit zwei Kilowatt. Die größere Variante erreicht bei dieser Temperatur einen SCOP von 3,33 – das bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom etwa drei Kilowattstunden Wärme erzeugt werden.

Nachhaltigkeit im Blick

Ein wichtiges Thema ist das Kältemittel. Aktuell wird das Kältemittel R32 verwendet, das ein Treibhauspotenzial hat, das fast 700-mal höher ist als das von CO₂. Ab dem 1. Januar 2027 tritt das Verbot für R32 in neuen Geräten in Kraft. Dennoch muss man sich keine Sorgen um bereits installierte Geräte machen – die dürfen weiter betrieben und gewartet werden. Für die Zukunft plant Heatpump23 jedoch eine klimafreundliche Variante mit R290 (Propan), das weniger schädlich für das Klima ist, aber brennbar ist und daher besondere Sicherheitsvorkehrungen erfordert. Da könnte es spannend werden, wie die Sicherheitskonzepte umgesetzt werden!

Ein Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Lautstärke der Außengeräte. Mit 41 dB(A) aus einem Meter Abstand können sie durchaus hörbar sein, insbesondere wenn gleich mehrere Geräte an einer Fassade platziert sind. Die Montage der Außengeräte ist daher zustimmungspflichtig, was in Eigentümergemeinschaften zu zusätzlichen Diskussionen führen könnte. Heatpump23 hat jedoch einen Informationsflyer erstellt, der bei Eigentümerversammlungen helfen soll. Immerhin ein kleiner Lichtblick in der Diskussion um die Installation.

Während Fabian Ochs von der Universität Innsbruck das Konzept als sinnvoll, jedoch nicht besonders innovativ bezeichnet, bleibt abzuwarten, wie die Akzeptanz bei den potenziellen Nutzern aussieht. Probleme könnte es auch bei der Beschränkung auf nur zwei Leistungsstufen geben, die nicht jedermanns Geschmack ist. Aber hey, wir leben in aufregenden Zeiten, in denen neue Technologien nach und nach Einzug in unsere Wohnräume halten. Und vielleicht bringt uns die Wärmepumpe von Heatpump23 ein Stück näher an ein nachhaltiges Zuhause.