Unbekannter beißt Reisendem in Zug Ohr ab – Zeugen dringend gesucht!
In der Nacht zum Samstag, den 16. Juni 2025, ereignete sich ein brutaler Vorfall in einem Zug auf dem Weg nach Stuttgart. Gegen 0:15 Uhr kam es zu einem Streit zwischen einem 42-jährigen Reisenden und einem unbekannten Mann. Der Streit entbrannte, als der Reisende die Begleitung des Unbekannten ansah. In der hitzigen Auseinandersetzung biss der Unbekannte dem Reisenden ein Stück des Ohres ab. Der Verletzte, sich wehrend, biss in den Finger des Täters, was diesen dazu veranlasste, von ihm abzulassen und mit seiner Begleitung in Richtung Schlossgarten zu fliehen, als der Zug am Stuttgarter Hauptbahnhof anhielt.
Der 42-Jährige wurde nach dem Vorfall mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo ihm das abgebissene Ohrstück wieder angenäht werden konnte. Das genaue Motiv für den Angriff bleibt unklar. Die Bundespolizei hat Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, die bislang jedoch erfolglos blieben. Der Tatverdächtige wurde als 30 bis 40 Jahre alt, mit einem südländischen Erscheinungsbild beschrieben; er trug eine kurze dunkle Hose, ein helles T-Shirt und dunkle Schuhe und humpelte leicht.
Ein anderer Vorfall im Zug
Bereits zuvor, am 4. Juni 2025, hatte sich in einem Zug in Richtung Stuttgart ein weiterer Vorfall ereignet. Dort geriet ein 39-jähriger Reisender mit einem unbekannten Mann in Streit, weil dieser sich offenbar über die Geräusche der Tochter des Reisenden beschwerte. Der unbekannte Mann hatte daraufhin mit seinem Handy ein Foto des Reisenden gemacht, woraufhin dieser ihn aufforderte, das Bild zu löschen. Der Konflikt eskalierte, als der Unbekannte mehrfach mit der Faust auf den Kopf des Reisenden schlug.
Nach dem Halt des Zuges in Stuttgart floh der Täter in unbekannte Richtung. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet und sucht Zeugen. Der Täter wurde mit etwa 50 Jahren, 1,90 m groß, grauen Haaren und einer schwarzen Brille beschrieben. Zu ihm gibt es bislang keine weiteren Meldungen.
Fahndung und Zeugenaufruf
Die Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zu dem ersten Vorfall oder dem geflüchteten Täter sowie dessen Begleiterin geben können. Insbesondere wird um Kontaktaufnahme unter der Rufnummer 0711/870350 gebeten. Es ist dringend erforderlich, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und ähnliche Ausbrüche von Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verhindern.
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