Am 26. Mai 2015 erlebte der VfB Stuttgart einen emotionalen Abschied von ihrem damaligen Trainer Huub Stevens, der lange in der Klubgeschichte verankert ist. An diesem Vormittag wurde die Mannschaft um 11 Uhr informiert, dass Alexander Zorniger als neuer Trainer für die kommende Saison verpflichtet wird. Dies geschah während einer Saison-Abschluss-Feier im Restaurant „Da Capo“ in Stuttgart-Ost, wo Stevens offiziell verabschiedet wurde. Sport-Vorstand Robin Dutt ehrte Stevens, indem er ihn als „Jahrhundert-Trainer“ und „Jahrhundert-Retter“ für Stuttgart bezeichnete. Ein großes Grillgerät als symbolisches Abschiedsgeschenk für sein Haus auf Mallorca unterstrich die Wertschätzung, die der Trainer genoss.

Stevens, der am Sonntagmittag mit seinem Co-Trainer Adrie Koster in seiner Mercedes M-Klasse den VfB-Hof verließ, hielt um 23.59 Uhr eine kurze, aber bewegende Abschiedsrede. In diesen drei Minuten sprach er die Fans und Spieler an: „Ich hoffe, ihr habt etwas gelernt. Ich will nicht noch ein drittes Mal kommen müssen…“ Diese Worte reflektieren die Verzweiflung vieler Anhänger, die sich gewünscht hätten, Stevens hätte länger beim Verein bleiben können. Ein SWR-Ted ergab, dass 88 % der Befragten für eine Weiterbeschäftigung von Stevens plädierten, doch die Entscheidung ihn gehen zu lassen, war bereits getroffen.

Die Geschichte des Vereins

Der VfB Stuttgart, offiziell als Verein für Bewegungsspiele Stuttgart bekannt, wurde am 2. April 1912 durch den Zusammenschluss von Stuttgarter FV und FC Krone Cannstatt gegründet. Der Verein hat eine wechselvolle Geschichte und gehörte 1963 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten, als der VfB in den 50er Jahren zweimal die deutsche Meisterschaft gewann. Besonders prägend war die Rivalität zu den Stuttgarter Kickers, die die Leistungen des Vereins in den folgenden Jahrzehnten beeinflusste.

Den Höhepunkt erreichte der VfB Stuttgart 2007, als er seinen letzten Bundesliga-Titel gewann. Nach einer Reihe von Herausforderungen, einschließlich Abstieg und finanziellen Schwierigkeiten, konnte der Klub 2017 zurück in die Bundesliga kehren. In der Saison 2023-24 schloss der VfB Stuttgart die Bundesliga als Vize-Meister ab und stellte mit Serhou Guirassy einen neuen Rekordtorschützen, der in einer Saison die meisten Tore erzielte. Zudem sicherte sich der Klub den DFB-Pokal in der Saison 2024-25 und brach damit eine 18-jährige Durststrecke ohne Titel.

Ein Blick in die Zukunft

Heute zeigt der VfB Stuttgart, dass er sich aus den Schwierigkeiten der vergangenen Jahre erholt hat und auf dem richtigen Weg ist. Mit der Qualifikation für die Champions League und einer starken Teamleistung ist die Frage, wie die neue Trainerära unter Zorniger sich entwickeln wird, von zentralem Interesse. Huub Stevens wird als Trainer aufgrund seiner Verdienste und seiner emotionalen Verbindung zu den Fans in Erinnerung bleiben, während der Fokus nun auf einer erfolgreichen Zukunft für den VfB Stuttgart liegt.

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Die Emotionen und Herausforderungen rund um den Abschied von Huub Stevens sind ein Teil der reichen Geschichte des Vereins, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1893 zurückreichen. Der VfB Stuttgart bleibt ein wichtiger Bestandteil der deutschen Fußballlandschaft und wird weiterhin die Herzen vieler Fans erobern.