In Stuttgart-Ost wird am Stöckachplatz ein umfangreiches Neubauprojekt realisiert, dessen Fertigstellung jedoch mit Verzögerungen konfrontiert ist. Die letzten Bauarbeiten, einschließlich der Außenputzarbeiten des Gebäudes und eines Stegs im hinteren Bereich, benötigen noch zusätzliche Zeit. Aktuell beträgt der Bauverzug drei Monate, was unter anderem auf Komplikationen mit dem Steg zurückzuführen ist, der viel Bewehrungsstahl erfordert. Diese Verzögerungen haben weitreichende Auswirkungen auf den Baufortschritt des gesamten Projekts, das am Stöckachplatz die Integration eines Edeka-Marktes, Wohnungen, einer Kita und eines Stadtteilzentrums vorsieht.

Der Edeka-Markt, der mit einer Verkaufsfläche von 1.500 Quadratmetern aufwartet, ist zur Eröffnung im Dezember 2025 geplant. Zeitgleich wird auch die Tiefgarage, die 41 öffentliche und 22 Anwohner-Parkplätze umfasst, im selben Monat zur Verfügung stehen. Die Innenhofanlage sowie die Außenanlagen rund um die Kita können erst nach der Fertigstellung des Stegs abgeschlossen werden. Die Kita und das Raphaelhaus für Menschen mit Behinderungen sowie die 28 Wohnungen und das Stadtteilzentrum sollen jedoch erst im März 2026 bezogen werden. Es ist zudem zu erwähnen, dass der Träger für das neue Stadtteilzentrum derzeit noch gesucht wird; eine Ausschreibung läuft dafür bereits.

Umgestaltung des Stöckachplatzes

Parallel zu diesen Bauarbeiten gibt es umfassende Pläne zur Umgestaltung des Stöckachplatzes, die mehrere Stadtbahnlinien einbeziehen sollen. Detaillierte Pläne zur Umgestaltung sollen im Sommer dem Gemeinderat vorgelegt werden. Die Umgestaltungskosten werden auf etwa drei bis vier Millionen Euro geschätzt. Interessanterweise wird die Trägerschaft für das neue Stadtteilzentrum von der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) übernommen, die das Areal 2019 erwarb. Bereits seit 2012 läuft das Sanierungsgebiet Stuttgart 29 – Teilbereich Stöckach.

Der Bau, der auf dem Gelände der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule stattfindet, wird vier letztlich unterschiedlich hohe, turmartige Gebäude auf einem gemeinsamen Sockel umfassen. Diese Struktur soll nicht nur die Ästhetik verbessern, sondern auch für einen besseren Luftfluss in die Tallage sorgen. Das Projekt umfasst 28 Mietwohnungen, darunter 14 frei finanzierte Einheiten, sieben Sozialmietwohnungen und sieben Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher. Zusätzlich sind ein Lebensmittelmarkt, eine Gewerbeeinheit, eine Kindertagesstätte sowie ein Familienzentrum mit Café im Konzept integriert.

Die Bauarbeiten für das Projekt starteten im Juli 2023, und die Fertigstellung wird für 2025 angestrebt. Die Nutzung innovativer Lösungen wie PV-Anlagen auf den Dächern der Gebäude zeigt, dass das Projekt auch auf nachhaltige Kriterien Wert legt. Als Architekten des Projekts sind die Harris + Kurrle Architekten BDA und die Göppel Strittmatter Halling Gesellschaft von Architekten mbH tätig.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Neubauprojekt am Stöckachplatz sowohl durch seine Vielseitigkeit als auch durch die Herausforderungen, die es mit sich bringt, bemerkenswert ist. Die Verzögerungen zeigen jedoch, dass Bauprojekte in städtischen Gebieten nicht immer den ursprünglichen Zeitplan einhalten können.