Helen Kevric holt Silber bei der Turn-WM und kämpft um die Olympiateilnahme 2028
Es gibt Momente, die einem den Atem rauben – und dann gibt es solche, die einem das Herz höherschlagen lassen. Helen Kevric hat bei der Turn-WM in Rotterdam für genau so einen Moment gesorgt, als sie die einzige deutsche Medaille am Stufenbarren holte. Silber! Ein großartiger Erfolg für die 18-Jährige, die sich in einem Jahr voller Herausforderungen und Veränderungen behaupten musste. Denn seit den Missbrauchsvorwürfen am Kunst-Turn-Zentrum Stuttgart ist sie offiziell ohne Heimtrainer. Das ist schon eine ganz schön harte Nuss für so eine junge Athletin, wenn man bedenkt, wie wichtig ein stabiler Trainer an der Seite ist.
Der Frauen-Bundestrainer, Gerben Wiersma, hat klar gemacht, dass Kevric einen Vollzeittrainer braucht – und der Deutsche Turner-Bund (DTB) arbeitet intensiv an einer Lösung. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden. Die Perspektive auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles ist ein weiterer Grund, warum der Druck steigt. Klar ist: Der DTB setzt große Hoffnungen auf Kevric, die im kommenden Jahr wieder im Mehrkampf antreten soll und eine zentrale Rolle einnehmen wird. Man kann nur hoffen, dass sie bald die Unterstützung hat, die sie braucht!
Die gemischte Bilanz der deutschen Mannschaft
Doch nicht nur Kevric glänzte. Das Frauenteam erreichte trotz verletzungsbedingter Ausfälle von Pauline Schäfer-Betz und Silja Stöhr einen soliden zehnten Platz. Ein Grund zur Freude, doch die Männer hingegen blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück – Platz 15 im Team-Wettbewerb. Das klingt nicht gerade nach Jubelstimmung. Männer-Bundestrainer Jens Milbradt und DTB-Sportdirektor Thomas Gutekunst sind sich einig: Da muss eine deutliche Leistungssteigerung her, wenn man an die Olympiaqualifikation 2028 denkt. Timo Eder hat mit Rang 14 im Mehrkampf das beste Ergebnis der Männer erzielt, doch das ist nur ein kleiner Lichtblick in einem insgesamt trüben Bild.
Die Zeit drängt, denn die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles ist kein Zuckerschlecken. Zwischen dem 14. und 30. Juli 2028 wird in der Crypto.com Arena in Downtown Los Angeles um Medaillen gekämpft. Die deutsche Mannschaft muss sich bis zur Weltmeisterschaft 2026 in Rotterdam ordentlich ins Zeug legen, denn die drei besten Mannschaften qualifizieren sich direkt für die Spiele. Ein Platz unter den ersten drei wäre also ein echter Jackpot für Deutschland. Und wenn das nicht klappt, bleibt noch die WM 2027, um sich den Olympiatraum zu sichern.
Ein Blick in die Zukunft
Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele ist groß, aber der Weg dorthin ist steinig. 2026 steht das nächste große Event an – die Weltmeisterschaft in Rotterdam. Hier entscheidet sich, wie ausgerüstet die deutsche Mannschaft nach Los Angeles reisen kann. Die ersten Schritte sind getan, und die Hoffnungen ruhen auf jungen Talenten wie Kevric. Die Welt wird zuschauen, wenn sie im Mehrkampf wieder ihr Können unter Beweis stellt. In der bunten Welt des Kunstturnens gibt es keine Garantien, aber eines ist sicher: Die Begeisterung für diesen Sport und die unermüdliche Leidenschaft der Athleten ist es, was uns alle mitfiebern lässt!
Die nächsten Jahre werden entscheidend sein, und wir sind gespannt, wie sich die deutschen Turnerinnen und Turner weiterentwickeln. Ob sie die Herausforderungen meistern und für ein unvergessliches Spektakel in Los Angeles sorgen können? Wir drücken die Daumen – und werden mit Spannung verfolgen, was die Zukunft bringt!
