Am 16. September 2025 wird das Targa-Cabriolet von Porsche 60 Jahre alt. Diese besondere Baureihe, die erstmals 1965 präsentiert wurde, repräsentiert eine gelungene Mischung aus Sicherheit und Fahrvergnügen. Mit dem 911 Targa stellte Porsche das erste serienmäßige Sicherheitscabriolet der Welt vor, ausgestattet mit einem integrierten Schutzbügel aus Nirosta-Edelstahl und einem Heckfenster. Angesichts der damals hohen Zahl an tödlichen Autounfällen in den USA war das neue Konzept eine notwendige Antwort auf Sicherheitsbedenken bei offenen Fahrzeugen. Der Name “Targa”, was im Italienischen auch “Schutzschild” bedeutet, leitet sich vom berühmten Langstreckenrennen Targa Florio ab.

Der 911 Targa zeichnete sich durch sein innovatives Targa-Konzept aus, das einen breiten Überrollbügel und ein herausnehmbares Dachteil umfasste. In den Anfangsjahren wurde dieses Konzept auch im Porsche 914 verwendet, gefolgt von den Transaxle-Modellen 924 und 944, die ebenfalls Targadächer aufwiesen. Die Popularität dieser Bauart setzte sich fort, obwohl in den späten 1970er Jahren viele Hersteller, wie Nissan mit dem ZX Fairlady, ähnliche Modelle anboten, wodurch das Targa-Design großen Einfluss auf die Automobilindustrie hatte. Klassische Cabriolets wie der Alfa Spider fanden sich zunehmend in einer Nische wieder, während neue Luxus-Roadster, beispielsweise der Mercedes SL, verstärkt mit überschlagsresistenten Designs auftrumpften.

Wiederbelebung des Targa-Formats

Nach einer 19-jährigen Pause wird 2014 mit dem neuen 911 Targa ein modernes Sicherheitscabriolet vorgestellt. Der neue 911 Targa wird erneut als „Sicherheitscabriolet“ bezeichnet und bringt die bewährten Eigenschaften des Originals zurück. Zudem bietet das neue Dach einige moderne Annehmlichkeiten: Es öffnet sich elektrisch in etwa 20 Sekunden, jedoch nur im Stand. Die robustere Bauweise, die das Targadach von der Blechkonstruktion eines geschlossenen Modells unterscheidet, hat zwar Auswirkungen auf die Leistung, doch das Fahrzeug begeistert weiterhin mit einer Beschleunigung von 0-100 km/h in 4,8 Sekunden (Basisversion) und 4,4 Sekunden (S-Version).

Zusätzlich wird der 911 Targa mit Allrad-Antrieb angeboten und in zwei motorisierten Varianten präsentiert: Die Basisversion mit 350 PS und die S-Version mit 400 PS. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 282 km/h für das Basismodell und 296 km/h für die S-Version. Im Vergleich zu anderen Modellvarianten ist der Basispreis des Targa mit 109.338 Euro und des Targa S mit 124.094 Euro etwa 1.000 Euro unter dem vergleichbaren Cabriolet. Das sichert dem Targa einen festen Platz im Segment der Luxus-Sportwagen.

Einfluss des Targa-Designs auf die Branche

Das Targa-Design hat nicht nur Porsche geprägt, sondern beeinflusste auch zahlreiche andere Automobilhersteller. Der italienische Begriff “Targa” hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert, während die Idee des Targadachs zahlreiche Modelle, wie den Fiat X1/9 oder die V8-Corvette, inspirierte. Sogar in modernen Hypercars wie dem Bugatti Veyron Sport und dem Koenigsegg Jesko findet man gedeckte Anleihen an dieses Konzept.

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Insgesamt zeigt die Geschichte des Targa-Formats, wie Porsche es geschafft hat, den Herausforderungen der Zeit zu begegnen und dabei stets den Fahrspaß in den Vordergrund zu stellen. Die Verbindung von Sicherheit und Offenheit hat das Targa-Cabriolet zu einem wahren Klassiker in der Automobilwelt gemacht, dessen Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortgeführt werden wird. Weitere Informationen über die Bedeutung und die Evolution des Porsche 911 Targa finden Sie auf Autohaus und Motor-Talk.