Heute ist der 20.10.2026, und in Stuttgart-Mitte weht ein frischer Wind in der Finanzwelt. Die Börse Stuttgart hat einen echten Meilenstein erreicht: Ihre Tochtergesellschaft Seturion hat die DLT-TSS-Lizenz erhalten! Das klingt vielleicht erstmal trocken, aber diese Lizenz öffnet Türen für den Handel und die Abwicklung digitaler Vermögenswerte im Rahmen des EU-Pilotregimes. Da können wir uns wirklich freuen, denn das könnte viele Prozesse auf den Kopf stellen.

Die Lizenz wurde von der BaFin im Zusammenspiel mit der ESMA und der EZB erteilt. Damit kann Seturion nun das operative Geschäft für das Settlement von Transaktionen aufnehmen. Banken, Broker und Handelsplätze können sich an die neue Infrastruktur anbinden. Und das Beste? Seturion plant, die oft fragmentierten Post-Trade-Prozesse durch eine innovative Plattform zusammenzuführen. Als erstes wichtiges Anwendungsfeld sind strukturierte Produkte vorgesehen. Das bedeutet, dass hier einiges an Bewegung in die Bude kommt!

Weniger Kosten, mehr Effizienz

Stellt euch vor: Bis zu 90 Prozent niedrigere Kosten, deutlich kürzere Abwicklungszyklen und eine höhere Effizienz durch direktes Peer-to-Peer-Settlement. Wer würde da nicht gleich hellhörig werden? Die Plattform von Seturion unterstützt sowohl öffentliche als auch private Blockchains und ermöglicht die Abwicklung gegen On-Chain-Geld und Zentralbankgeld. Apropos Zentralbankgeld: Die EZB stellt seit Mitte September über die Plattform „Pontes“ den Euro als Wholesale-CBDC bereit. Das ist ein weiterer Schritt in die Zukunft der digitalen Finanzwelt.

Interessant ist auch, dass Teilnehmer, die über Seturion angebunden sind, tokenisierte Wertpapiere handeln können, ohne selbst eine DLT-Lizenz besitzen zu müssen. Zu den bisherigen Partnern gehören große Namen wie FlatexDegiro, Nasdaq Europe und Société Générale. Und das ist erst der Anfang! Weitere Partner werden für den Herbst und Winter erwartet. Laut Matthias Voelkel, dem CEO der Börse Stuttgart Group, ist Stuttgart nun die erste europäische Börsengruppe mit einer DLT-TSS-Lizenz. Das ist wirklich ein Grund zum Feiern!

Die Rolle von Zentralbankgeld

Nun wird es ein bisschen technischer, aber bleibt dran! Die Digitalisierung des Finanzsystems und Distributed-Ledger-Technologie (DLT) schaffen spannende Möglichkeiten für die Abwicklung von Finanzmarkttransaktionen. Insbesondere Großbetragszahlungen können effizienter gestaltet werden. Hierbei ist die Verfügbarkeit von Zentralbankgeld als sicheres Abwicklungsmedium von großer Bedeutung. Die Wholesale-CBDC soll das bestehende Angebot an Zentralbankgeld ergänzen und kann in programmierbare Transaktionen integriert werden. Das klingt nach der Zukunft, oder?

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Die Bundesbank untersucht DLT-Anwendungen seit 2016 und hat dabei vielversprechende Ansätze getestet, um die Interoperabilität zwischen bestehenden TARGET-Services und DLT-Plattformen zu verbessern. In einer Explorationsphase des Eurosystems, die 2023 startete, wurden bereits über 200 Transaktionen in praxisnahen Anwendungsfällen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Kapitalmarktprozesse von mehreren Tagen auf wenige Stunden verkürzt werden können. Die Effizienzgewinne sind enorm!

Ein Blick in die Zukunft

Die Initiativen Pontes und Appia sollen die künftige Rolle von Zentralbankgeld im digitalen Finanzsystem bestimmen und dabei helfen, innovative Lösungen zu entwickeln. Das Ziel ist klar: Geld und Vermögenswerte sollen enger verzahnt werden, um Zahlungs- und Abwicklungsprozesse zu integrieren. In einem künftigen DLT-Ökosystem könnten Stablecoins, tokenisierte Einlagen und andere Vermögenswerte eine große Rolle spielen. Wer hätte gedacht, dass wir einmal in einer Zeit leben würden, in der solche Entwicklungen Realität werden?

In Stuttgart schaut man mit Spannung auf die kommenden Monate. Die Veränderungen in der Finanzlandschaft sind nicht nur faszinierend, sondern auch herausfordernd. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln und welche neuen Partnerschaften entstehen. Eines ist jedoch sicher: Die Börse Stuttgart hat mit Seturion einen mutigen Schritt in die digitale Zukunft gemacht, und wir dürfen gespannt sein, was als Nächstes kommt!