Ronya Othmann übernimmt die Juryleitung des Mörike-Preises 2027 in Fellbach
Heute ist der 23.10.2026 und während die Blätter langsam die Farben wechseln und der Herbst in Stuttgart Einzug hält, gibt es spannende Neuigkeiten aus Fellbach. Im April 2027 wird der Mörike-Preis zum dreizehnten Mal vergeben, und eine ganz besondere Persönlichkeit wird die Verantwortung tragen, die Preisträgerin oder den Preisträger zu bestimmen: die talentierte Autorin und Journalistin Ronya Othmann. Diese Entscheidung wurde in enger Zusammenarbeit mit einem Jurorenteam und dem Kulturamt getroffen. Zu den Juroren zählen Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, und Sigrid Köhler, Professorin für neuere deutsche Literatur an der Universität Tübingen. Das klingt vielversprechend, oder?
Ronya Othmann, geboren 1993 in München, hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Aufgewachsen in Neufahrn im Landkreis Freising als Tochter eines kurdisch-jesidischen Vaters und einer deutschen Mutter, bringt sie eine faszinierende Perspektive in ihre Werke ein. Ihre Familie hat Wurzeln im kurdisch besiedelten Norden Syriens, und ihre Kindheit war geprägt von Besuchen in einem jesidischen Dorf, das mittlerweile nicht mehr existiert. Das ist einfach eine andere Welt!
Literarische Erfolge und Auszeichnungen
Wenn man sich ihre Auszeichnungen anschaut, wird schnell klar, dass Othmann schon früh in der literarischen Szene Fuß gefasst hat. Sie gewann 2019 den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb für ihren beeindruckenden Text „Vierundsiebzig“. Ein Jahr später folgte der Mara-Cassens-Preis für ihren Debütroman „Die Sommer“, der sich intensiv mit dem Bürgerkrieg in Syrien und den Erlebnissen der Jesiden auseinandersetzt.
2021 veröffentlichte sie den Gedichtband „die verbrechen“, der tief in die Geschichte und Ideologie eintaucht. Othmann ist nicht nur eine Schriftstellerin, sondern auch eine kritische Stimme in der öffentlichen Diskussion. Seit 2021 schreibt sie die Kolumne „Import Export“ für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Wie sie das alles unter einen Hut bekommt? Ein wahres Kunststück!
Einblicke in ihre Welt
Othmanns Werke sind nicht nur literarische Highlights, sie sind auch eine Art Fenster in ihre Gedankenwelt. Sie kritisiert romantisierende Vorstellungen von Kurdistan und fordert eine ehrliche Auseinandersetzung mit Themen wie Islamismus. Ihre Texte erscheinen auch in namhaften Publikationen wie Der Spiegel und Zeit Online. Das ist nicht einfach nur Schreiben – das ist Engagement!
Im Jahr 2024 wird ihr Buch „Vierundsiebzig“ veröffentlicht, das sich mit dem Genozid an den Jesiden beschäftigt. Das Buch steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und zeigt, wie wichtig und relevant Othmanns Stimme in der heutigen Literatur ist. Ein weiteres Werk, „Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land“, wird 2025 erscheinen – da kann man sich auf spannende Einblicke freuen!
Ein Blick in die Zukunft
Die Vorfreude auf den Mörike-Preis 2027 wächst, wenn man bedenkt, dass Othmanns Einfluss in der Literaturszene weiterhin zunehmen wird. Als Mitglied des PEN Berlin ist sie auch in literarischen Kreisen aktiv und wurde kürzlich in eine Debatte über die Vergabe von Literaturpreisen verwickelt. Man fragt sich, welche neuen Perspektiven sie als Jurorin einbringen wird und wie sie die nächste Preisträgerin oder den nächsten Preisträger auswählen wird. Es bleibt spannend!
Fellbach und die literarische Welt dürfen sich auf eine aufregende Zeit freuen, denn mit Ronya Othmann an der Spitze des Mörike-Preises ist Inspiration garantiert. Wer weiß, welche Geschichten und Stimmen als Nächstes auf die Bühne treten werden?
