Neues Windrad in Unterriexingen: Ein Schritt in die grüne Zukunft für Markgröningen
In Unterriexingen, einem charmanten Stadtteil von Markgröningen, gibt es Neuigkeiten, die für frischen Wind – im wahrsten Sinne des Wortes – sorgen. Das Landratsamt hat die Genehmigung für ein Windrad erteilt, das voraussichtlich die zweite Windkraftanlage im Landkreis Ludwigsburg sein wird. Ein kleiner Schritt für den Wind, ein großer Schritt für die erneuerbare Energie! Bislang warten im Landkreis immerhin 23 weitere Anlagen in sieben Windkraftvorranggebieten auf ihre Bauanträge. Man könnte sagen, die Liste der Wartenden ist lang, aber die Hoffnung auf eine grüne Zukunft bleibt stark.
Ein Blick auf den Regionalplan des Verbands Region Stuttgart zeigt jedoch, dass es nicht immer ganz reibungslos läuft. Der Plan ist im August gescheitert, da das Land Bedenken hinsichtlich des Naturschutzes geäußert hat. Das bedeutet, dass eine umfassende Überarbeitung notwendig ist – und die Rechtskraft wird frühestens gegen Ende 2027 erwartet. Bis dahin wird die Windkraftentwicklung in der Region sicherlich ein heißes Thema bleiben.
Ein Windrad mit Perspektive
Das genehmigte Windrad gehört zum Projekt der WW Süd GmbH, die in Unterriexingen ansässig ist. Die beiden Vorranggebiete LB 13 und LB 14, in denen sich die Windkraftanlagen befinden, liegen auf Markgröninger Gemarkung. In LB 13, westlich des Waldgebiets Muckenschupf, sind zwei weitere Anlagen im Genehmigungsverfahren, deren Genehmigung Anfang 2027 erwartet wird. Das nun genehmigte Windrad hingegen findet sich in LB 14, nahe Muckenschupf, südlich von Unterriexingen und westlich von Talhausen.
Besonders spannend ist, dass bei dieser Genehmigung ein Zielabweichungsverfahren zur Anwendung kam. Hierbei wurden die Umweltschutzaspekte detailliert geprüft, was bedeutete, dass das Projekt nicht von den Verzögerungen bei der Ausweisung der Vorranggebiete betroffen war. Falk Hecker, der Geschäftsführer der WW Süd GmbH, merkt an, dass die Lage bei den EEG-Ausschreibungen angespannt ist – das Ausschreibungsvolumen sei einfach zu gering. Komischerweise scheinen fast ausschließlich Projekte in Norddeutschland zum Zug zu kommen. Das macht die Situation für Projekte hierzulande nicht gerade einfacher.
Wie geht es weiter?
Die Bau- und Inbetriebnahme des Windrades wird mittlerweile für 2029 oder 2030 erwartet, was eine kleine Verschiebung im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen für 2028 darstellt. Die Gesamtkosten für Gutachten, Genehmigung, Projektierung und Aufbau belaufen sich auf rund neun Millionen Euro. Das Projekt zeigt im Übrigen, dass Windkraftanlagen auch während der Überarbeitung des Regionalplans genehmigt werden können, wenn man die richtigen Wege geht.
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat ebenfalls Maßnahmen für den Ausbau der Windkraft ergriffen, unter anderem die Erstellung eines Windatlasses und die Erlass von Windenergie-Regelungen. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) haben zusätzliche Planungshinweise und Karten für Windkraftanlagen erstellt, die fortlaufend ergänzt werden. Das zeigt, wie wichtig der Ausbau der Windenergie für die Region ist – ein zentraler Arbeitsschwerpunkt, der zahlreiche Fachbereiche betrifft, von der Raumplanung über den Natur- und Artenschutz bis hin zum Denkmalschutz.
Ja, es gibt viel zu tun, und die Herausforderungen sind nicht zu übersehen. Doch das neue Windrad in Unterriexingen könnte der erste Schritt in eine neue, grünere Ära für Markgröningen und die gesamte Region sein. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!
