TSV Bayer Dormagen II verpasst Comeback und verliert gegen TV Kirchzell mit 32:35
Die Luft war angespannt im TSV Bayer Sportcenter, als die Reserve des TSV Bayer Dormagen am vergangenen Samstagabend gegen den TV Kirchzell antreten musste. Ein Spiel, das für die Dormagener Handballer alles andere als leicht werden sollte. Von Beginn an zeigten die Gastgeber, dass sie entschlossen waren, den zweiten Saisonsieg in der 3. Liga einzufahren. Malte Adam brachte das Publikum mit seinem ersten Tor zum Toben, und nach knapp fünf Minuten stand es dank eines Siebenmeters von Kieran Unbehaun 5:2. Es schien, als könnten die Dormagener den Schwung mitnehmen.
Doch die Freude währte nicht lange. Trotz einer leichten 11:9-Führung konnte Dormagen den Vorsprung nicht ausbauen. In der Defensive fehlte oft der nötige Zugriff auf die erfahrenen Angreifer aus Kirchzell. Als die gegnerische Mannschaft in der 24. Minute durch einen Treffer erstmals in Führung ging, begann die Nervosität zu wachsen. Ein weiterer Rückschlag folgte, als Julius Bahns disqualifiziert wurde und somit nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte. Mit einem 16:18-Rückstand ging es in die Halbzeitpause – ein Rückstand, der die Spieler sichtlich zusetzte.
Ein Comeback und der bittere Schluss
Nach dem Seitenwechsel wartete die nächste Herausforderung auf die Dormagener. Kirchzell erhöhte schnell auf 19:16, doch die Gastgeber ließen die Köpfe nicht hängen. Mit einem beeindruckenden Comeback kämpfte sich Dormagen zurück ins Spiel. Kieran Unbehaun, der an diesem Abend mit zwölf Toren glänzte, glich zum 20:20 aus. Timo Doepner und Maximilian Naumann übernahmen nach Bahns‘ Disqualifikation Verantwortung in der Abwehr, und es war Unbehaun, der den TSV in der 46. Minute wieder in Führung brachte – ein Moment, der die Zuschauer aufhorchen ließ.
Malte Adam erhöhte sogar auf 27:25, doch die Schlussphase brachte die bittere Realität zurück. Kirchzell glich zum 29:29 aus und setzte sich dann entscheidend ab. Am Ende mussten sich die Dormagener mit 32:35 geschlagen geben. Trainer Peer Pütz war sichtlich enttäuscht: „Wir haben aus unserem guten Start zu wenig gemacht und nicht stabil genug verteidigt. In der Schlussphase hat uns die nötige Abgeklärtheit gefehlt.“ Das Gefühl der Enttäuschung lag schwer in der Luft, während die Mannschaft die Niederlage analysierte.
Ein Blick auf die bisherige Saison
Die Saison 2026/2027 ist für die Bayer Dormagen II bisher eine wahre Achterbahnfahrt. Mit einem Blick auf die vorherigen Spiele wird deutlich, dass die Mannschaft noch auf der Suche nach Konstanz ist. Die bisherigen Ergebnisse zeigen eine Reihe von knappen Begegnungen, darunter ein 28:28 gegen TSG Münster und eine bittere 33:34-Niederlage gegen den HV Vallendar. Mit jedem Spiel scheint die Mannschaft entweder zu siegen oder mit nur einem Tor zu verlieren – ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Fans an die Nerven geht.
Die nächsten Spiele stehen bereits vor der Tür. Am 31. Oktober geht es gegen Longerich, gefolgt von einer Begegnung mit den Bergischen Panthern. Es bleibt spannend zu beobachten, ob die Dormagener aus den bisherigen Erfahrungen lernen und den Schwung aus den guten Phasen der Spiele mitnehmen können. Die Hoffnung auf den ersten Auswärtssieg der Saison lebt weiter!
Die Stimmung im Team ist trotz der Niederlage optimistisch. „Wir müssen einfach weiterarbeiten und das Positive aus den Spielen ziehen“, so ein Spieler nach dem Match. In Hochdorf, wo die Fans die Mannschaft tatkräftig unterstützen, ist die Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen spürbar. Die Saison ist noch lang, und jeder Punkt zählt in diesem Wettkampf.
