Am 28. Juni 2025 wird der St.-Paulus-Dom in Münster sein 800-jähriges Jubiläum feiern. An diesem besonderen Tag wird das PAX-Oratorium in einer festlichen Veranstaltung aufgeführt, um die historische Bedeutung des Doms zu würdigen. Der Grundstein des heutigen spätromanischen Doms wurde am Fest der Heiligen Maria Magdalena im Jahr 1225 gelegt, durch den damaligen Bischof Gerhard von der Mark. DOMRADIO berichtet, dass der St.-Paulus-Dom die dritte Kirche an dieser Stelle ist, nachdem Vorgängerbauten aus dem 9. und 11. Jahrhundert zuvor bestanden hatten.

Dieser imposante Bau hat seine Wurzeln im 13. Jahrhundert, wobei archäologische Grabungen ab 1987 zeigten, dass die erste Kathedrale an der Stelle des heutigen Hauptschiffes stand. Der Dom ist die größte Bischofskirche Westfalens und besitzt eine Gesamtlänge von fast 109 Metern sowie zwei 56 Meter hohe Türme, die eine Mischkonstruktion aus Halle und Basilika bilden.

Feierlichkeiten rund um das Jubiläum

Die Feierlichkeiten beginnen am 28. Juni und setzen sich bis zum 6. Juli fort. Neben dem Eröffnungskonzert werden am 3. Juli ein Gottesdienst zur offiziellen Eröffnung des Jubiläums und die öffentliche Präsentation des Domschatzes auf dem Paulusaltar stattfinden. Musikgruppen, darunter das Solisten-Ensemble der Dommusik sowie die Knabenchöre und Dombläser, werden die Veranstaltungen musikalisch begleiten. Der Höhepunkt bildet eine große Prozession durch die Altstadt, die seit 1382 jährlich stattfand, um an eine Pest-Epidemie zu erinnern.

  • 28. Juni: PAX-Oratorium, 18 Uhr
  • 3. Juli: Gottesdienst zur Eröffnung des Jubiläums, 12.15 Uhr
  • 6. Juli: Große Prozession, 10 Uhr, mit anschließendem Pontifikalamt
  • 6. Juli: Vesper zum Abschluss des Jubiläums, 17.15 Uhr

Das Jubiläum steht unter dem Leitwort: “Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus”. Dieses Leitmotiv bezieht sich auf die spirituelle Bedeutung, die der St.-Paulus-Dom für das 805 gegründete Bistum Münster hat, da er als das geistliche Zentrum fungiert. Er ist nicht nur die Haupt- und Mutterkirche des Bistums, sondern trägt auch das Patrozinium des heiligen Paulus, was auf Liudger, den ersten Bischof von Münster, zurückgeht.

Der Dom und seine Geschichte

Der St.-Paulus-Dom hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen erfahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es einen Streit um die Gestaltung des Westwerks, der inzwischen jedoch weitgehend beigelegt ist. Der Dom ist vor etwa zehn Jahren grundsaniert worden und präsentiert sich heute in gutem Zustand, benötigt aber kontinuierliche Pflege. Zudem öffnet sich der Dom für gesellschaftspolitische Themen und Veranstaltungen wie die “Domgedanken”.

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Das Jubiläum bietet durch verschiedene Veranstaltungen und die Klang- und Lichtshow “Luminescence”, die ab dem 4. September im Dom zu sehen sein wird, die Möglichkeit, die Geschichte und das Erbe des Doms zu erleben und zu feiern. Das Bistum Münster hebt hervor, dass das 800-jährige Jubiläum eine willkommene Gelegenheit für die Gemeinschaft ist, sich zu versammeln und die Spiritualität des Doms zu würdigen.

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