TSG Balingen unterliegt im Derby gegen Bahlinger SC und verstärkt damit ihre sportliche Krise
In einem spannenden Derby in der Fußball-Oberliga musste die TSG Balingen am vergangenen Wochenende eine bittere Niederlage hinnehmen. Mit 0:2 unterlag die Mannschaft dem Bahlinger SC in ihrem Heimstadion. Die Kulisse war gut, doch auf dem Platz schien es an der nötigen Durchschlagskraft zu fehlen. Trainer Michael Schilling, der seine Startelf auf drei Positionen veränderte, hoffte auf frischen Wind, doch die erwartete offensive Wucht blieb aus.
Nach der Nullnummer gegen Mühlhausen hatte Schilling Jonas Fritschi zurück in die Abwehr beordert, während Noel Feher und Henoch Grauer für mehr Schwung im Angriff sorgen sollten. Ex-Profi Christian Derflinger saß derweil auf der Bank. Die Balinger starteten mutig – die ersten Minuten waren vielversprechend, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. So kam es, dass Bahlingens Marin Stefotic bereits in der 7. Minute TSG-Torhüter Louis Potye prüfte. Nur drei Minuten später war es dann Stefotic selbst, der aus spitzem Winkel die Führung für die Gäste erzielte – ein wahrer Schock für die Balinger.
Ein Spiel mit Licht und Schatten
Bahlingen zeigte sich ballsicher und kontrolliert, während Balingens Angriffe oft wie ein Flickenteppich wirkten. Es mangelte an präzisen Zuspielen und klaren Torchancen. Ein Freistoß von Ivo Colic in der 25. Minute blieb hängen, eine Hereingabe von Feher fand in der 23. Minute keinen Abnehmer. Es war frustrierend für die Balinger Fans, die ihre Mannschaft anfeuerten und auf das erlösende Tor hofften. Vor der Pause dann eine weitere Schrecksekunde: Bahlingens Holger Bux traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Querlatte – das hätte es fast auf 2:0 erhöhen können!
Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Schilling Maxim Schmalz für Feher. Es musste etwas geschehen! Der erste Torschuss der TSG fiel dann in der 57. Minute, doch Bahlingen blieb gefährlich. Stefotic, der an diesem Tag nicht zu stoppen war, traf in der 59. Minute erneut den Pfosten. Statt des Ausgleichs erhöhte Bahlingen in der 69. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter auf 2:0. Die TSG fand kaum noch ins Spiel zurück, die Offensive war lahmgelegt. Louis Potye rettete mit einigen starken Paraden, doch der Druck auf die Balinger Mannschaft steigt, denn diese Niederlage verschärft ihre sportliche Krise.
Eine sportliche Frage für die Zukunft
Die TSG Balingen war in den letzten Jahren immer wieder in der Oberliga vertreten und kämpfte sich durch Höhen und Tiefen. Der Bahlinger SC hingegen hat eine lange und bewegte Geschichte im Fußball, die bis in die späten 1940er Jahre zurückreicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg feierte der Verein mehrere Meisterschaften und Aufstiege, bis hin zur Regionalliga Südwest, wo sie zuletzt in der Saison 2019/20 spielten. Jetzt, in der aktuellen Saison 2023/24, rangieren sie im Mittelfeld der Tabelle.
Die Balinger müssen sich jetzt fragen, wie sie aus dieser sportlichen Krise herauskommen können. Die nächste Herausforderung steht vor der Tür, und die Fans hoffen auf eine Wende. Die Zeit wird zeigen, ob die TSG Balingen die nötige Entschlossenheit aufbringt, um wieder in die Erfolgsspur zu gelangen!
