Im Jahr 2006 gründeten Chantal Häfner und Ute Züfle ein innovatives Bestattungsunternehmen mit dem ambitionierten Ziel, den Tod wieder ins Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen. Das Unternehmen, Häfner & Züfle Bestattungen, hat sich mittlerweile mit Niederlassungen in Möhringen und im Stuttgarter Westen einen Namen gemacht und beschäftigt 15 Mitarbeitende. Besonderes Merkmal der Unternehmung ist das stimmungsvolle „Café Tod“, in dem über den Tod in einer entspannten Atmosphäre gesprochen wird. Diese Herangehensweise zielt darauf ab, das Tabuthema Tod offener zu gestalten und Raum für Dialoge zu schaffen.

Wie aus der aktuellen Berichterstattung von der Stuttgarter Zeitung hervorgeht, engagiert sich Ute Züfle als Bestatterin, Trauerrednerin und ausgebildete Trauertherapeutin in der emotional herausfordernden Trauerarbeit. Ihr Team, auch als „Team Liebevoll“ bekannt, bietet eine persönliche Begleitung für Angehörige und kümmert sich um alle erforderlichen Formalitäten. Züfle betont, dass bei Bestattungen alles erlaubt ist, sogar persönliche Gegenstände im Sarg, um den individuellen Wünschen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen gerecht zu werden.

Veranstaltungen und kulturelle Angebote

Eine besondere Veranstaltung, die eine Mischung aus Musik und Literatur bietet, ist die Konzertlesung „TodGlücklich“, die kürzlich in der Stiftskirche in Weinstadt-Beutelsbach stattfand. Ute Züfle, begleitet von der Violinistin Judith Calvelli-Adorno und der Akkordeonspielerin Janina Rüger-Aamot aus dem Duo Viamusicart, zog rund 150 Zuhörende an. Bei dieser Veranstaltung wurden Themen wie Sterben, Tod und Trauer behandelt, wobei Züfle aus ihren Erfahrungen als Bestatterin berichtete. Diese Kombination aus Sprache und Musik sorgte für eine bewegende Atmosphäre und ermöglichte den Teilnehmenden, ihre Emotionen zu teilen, seien es Trauer, Freude oder sogar das Lachen über alltägliche Anekdoten.

Das nächste Gesprächskonzert über Tod und Leben findet am Montag, den 15. Mai 2023, um 18 Uhr im Bestattungsunternehmen Häfner & Züfle statt. Bei dieser Veranstaltung wird Sekt und Selters angeboten, um den informellen Austausch zu fördern. Interessierte sollten nicht zögern, Kontakt zu Ute Züfle aufzunehmen, um mehr Informationen über zukünftige Veranstaltungen zu erhalten.

Ein Blick in die Zukunft

Denkt man an die gesellschaftliche Wahrnehmung des Todes, wird schnell klar, dass es einer kontinuierlichen Sensibilisierung bedarf. Die Dokumentation des SWR über Häfner & Züfle wird am 10. August um 17:30 Uhr ausgestrahlt und bietet einen tiefen Einblick in die wertvolle Arbeit des Unternehmens. Der Film ist zudem in der Mediathek und auf YouTube verfügbar, sodass sich jeder, der sich für neue Perspektiven auf den Tod interessiert, diese wichtige Thematik näher anschauen kann.

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In einer Welt, in der Trauer oft hinter verschlossenen Türen bleibt, schaffen Häfner und Züfle einen Raum, der Trauerarbeit lebendig und offen macht. Ihre Philosophie, die auch die Akzeptanz persönlicher Ausdrucksformen umfasst, zeigt, dass Sterben und Tod Teil des Lebens sind und dass es möglich ist, darüber zu sprechen – offen und ehrlich.

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