In Weinstadt, dem malerischen Ort in Baden-Württemberg, wird die Schließung der maroden Freibäder in Beutelsbach und Strümpfelbach heiß diskutiert. Die Stadtverwaltung plant, das Freibad Beutelsbach zum Ende der Saison 2025 zu schließen. Diese Entscheidung trifft auf Widerstand in der Bevölkerung, die sich für den Erhalt des Bades stark macht. Ein neu gegründeter Verein, unter dem Namen “Team S’Freibädle Beutelsbach”, hat sich zusammengefunden, um eine Initiative zur Rettung des Freibads zu starten. Bürger haben bereits mehr als 700 Unterschriften gesammelt, um gegen die Schließung zu protestieren und mehr als 400 Abonnenten für ihren Social-Media-Kanal gewonnen. Ziel dieser Aktionen ist es, möglichst viele Bürger zur Teilnahme an der Gemeinderatssitzung am 26. Juni zu mobilisieren, in der die Schließung beraten werden soll. Das berichtet die Stuttgarter Nachrichten.

Die Entscheidung zur Schließung beruht auf einem umfassenden Gutachten, das festgestellt hat, dass die Sanierung der beiden Freibäder zwischen 8 und 10 Millionen Euro kosten würde. In dieser Summe sind jedoch keine Personalkosten, Energie- oder Instandhaltungskosten enthalten. Im Kern spiegelt die Schließung die drängende Notwendigkeit wider, finanziell zu sparen, was auf den zunehmenden Spardruck innerhalb der Stadt zurückzuführen ist. Die Stadt Weinstadt hat zudem bessere Pläne: Es wird angestrebt, ein neues Freibad zu bauen, das moderne Standards erfüllt. Diese Informationen wurden von ZVW veröffentlicht.

Sanierungsplan und Verbesserungskonzepte

Im Januar 2025 präsentierte eine Bürgerinitiative der Stadt ein detailliertes Konzept zur Weiterführung des Freibads Beutelsbach, das eine nachhaltige Sanierung vorsieht. Diese umfasst unter anderem die Renovierung des 25-Meter-Beckens, den Bau eines Kinderplanschbeckens sowie die Modernisierung der Sanitäranlagen und Umkleiden. Zudem sollen zusätzliche Angebote wie Startblöcke, E-Bike-Ladesäulen, Sonnenliegen und Freizeitmöglichkeiten wie eine Boule-Bahn, Outdoor-Schach und Tischkicker geschaffen werden. Auch die Barrierefreiheit soll verbessert werden. Ein Poollift und Rampen sind ebenfalls geplant, um die Zugänglichkeit für alle zu gewährleisten.

Für eine lebendige Atmosphäre im Freibad sehen die Pläne Veranstaltungen wie Picknicktage, Sommerfeste und Sportturniere vor. Darüber hinaus wird die Einbindung der lokalen Wirtschaft durch Sponsoring-Angebote angestrebt, um die Attraktivität und den Betrieb des Freibads nachhaltig zu unterstützen. Trotz der gravierenden Mängel und der hohen geschätzten Sanierungskosten von über 5 Millionen Euro, die laut Stadt notwendig wären, ist es das Ziel der Initiative, die Bürger aktiv in die Rettungsmission des Freibads einzubeziehen.

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