Bosch plant die Schließung der Produktion an zwei Standorten im Geschäftsbereich Power Tools, was etwa 500 Mitarbeiter in Leinfelden-Echterdingen und Sebnitz betrifft. Diese Maßnahmen sind für das Jahr 2026 angesetzt, und die Arbeitnehmer stehen vor einer schwierigen Entscheidung: Sie müssen wählen zwischen einem Abfindungsangebot und einer Kündigung. In Leinfelden-Echterdingen, wo bis Ende 2026 die Produktion eingestellt wird, betrifft dies 230 Beschäftigte direkt. Die Entscheidung des Unternehmens erfolgt im Rahmen eines größeren Plans, der auch den Abbau von insgesamt mehr als 13.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Automobilindustrie umfasst.

Im Vergleich zur Automotive-Sparte, wo eine Einigung besteht, die betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2027 ausschließt, haben die Mitarbeiter im Power Tools-Bereich weniger Optionen. Der angekündigte Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter sieht einen Übergang in eine Transfergesellschaft sowie Abfindungszahlungen vor. Für die Mitarbeiter in Leinfelden wird Bosch Mitte November ein Angebot vorlegen, das eine Bedenkzeit von vier Wochen bietet.

Wahl zwischen Abfindung und Kündigung

Mitarbeiter, die den angebotenen Aufhebungsvertrag nicht bis zum festgelegten Stichtag unterzeichnen, müssen mit einer Kündigung rechnen, die schlechtere Konditionen enthält. Die Höhe der Abfindung hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Einkommen und Betriebszugehörigkeit ab, maximal sind 250.000 Euro möglich. Interessanterweise wird ein Bonus angeboten, um eine schnelle Unterzeichnung der Verträge zu fördern.

Die Abfindungsangebote sind differenziert nach Altersgruppen gestaffelt. Beschäftigte bis 56 Jahre können zwischen einer Abfindung plus Prämie oder einer zwölfmonatigen Zugehörigkeit zur Transfergesellschaft Mypegasus wählen. Mitarbeiter über 56 Jahre haben die Möglichkeit, ein Vorruhestandsmodell in Anspruch zu nehmen, das ebenfalls eine Abfindung sowie einen Ausgleich für Rentenminderungen enthält.

Unterstützung und verbleibende Mitarbeiter

Für eine fundierte Entscheidungsfindung übernimmt Bosch die Kosten für einen Steuerberater. Der Sozialplan umfasst zudem, dass Altersteilzeitverträge nur bis Ende 2026 neu abgeschlossen werden können.

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Nach der Schließung der Produktion in Leinfelden werden noch etwa 1.500 Beschäftigte am Standort verbleiben, darunter Mitarbeiter der weltweiten Zentrale des Geschäftsbereichs Power Tools und einer großen Entwicklungsabteilung. Trotz der schwierigen Situation zeigt sich, dass Bosch mit aufmerksameren sozialen Maßnahmen versucht, die Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter zu mildern. Merkur und Stuttgarter Nachrichten berichten ausführlich über die anstehenden Veränderungen und deren Konsequenzen.

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