Heute ist der 22.10.2026, und während die Blätter in Gerlingen von den Bäumen fallen, gibt es bei Bosch eine Menge Bewegung. Der Technologiekonzern hat große Pläne, die nicht nur die Unternehmensstruktur betreffen, sondern auch die Zukunft der Mobilität in Stuttgart und darüber hinaus. Bosch will seine deutsche Konzernstruktur neu ordnen. Die Mobilitätssparte, die nach wie vor der größte Unternehmensbereich ist, soll in eigenständige Gesellschaften ausgegliedert werden. Das betrifft rund 62.500 Beschäftigte, die in die neuen Tochtergesellschaften wechseln sollen. Der Bosch-Chef Christian Fischer hat diesen Schritt mit der Notwendigkeit begründet, die Ertragskraft zu steigern und technologische Entwicklungen auch weiterhin selbst finanzieren zu können.

Ein wenig wie ein großer Umzug, der aber nicht ohne Herausforderungen ist. Die Arbeitsbedingungen, Bezahlung und bestehenden Verträge sollen zwar unverändert bleiben, aber die Sorgen im Betriebsrat sind nicht unbegründet. Frank Sell, der Gesamtbetriebsratschef der Mobilitätssparte, äußerte die Erwartung, dass das Management mehr Tempo und Wettbewerbsfähigkeit an den Tag legen müsse. Der Umbau soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein und es gibt bereits eine klare Ansage: Einen zusätzlichen Personalabbau plant Bosch nicht, trotz der anhaltenden Herausforderungen durch geopolitische Unsicherheiten und eine schwächelnde Weltwirtschaft.

Strukturwandel und Herausforderungen

Die Mobilitätssparte bringt im Jahr 2025 einen Umsatz von 55,8 Milliarden Euro ein – das sind rund 60 Prozent des gesamten Konzernumsatzes! Aber die Zeiten werden rauer. Bosch sieht sich einem verschärften Wettbewerb, insbesondere durch chinesische Anbieter, gegenüber. Und nicht nur das, auch die Automobilindustrie selbst hat mit einer rückläufigen Produktion zu kämpfen. Es ist ein ständiges Ringen um Marktanteile, während die Nachfrage sich zunehmend von Europa in andere Regionen verlagert.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind alles andere als günstig. Fehlende regulatorische Vorgaben erschweren die Einführung neuer Technologien, etwa im Bereich Wasserstoff. Und die Marktdurchdringung von Elektromobilität und automatisiertem Fahren? Die zieht sich wie Kaugummi. Um diese Herausforderungen zu meistern, hat Bosch Mobility eine jährliche Kostenlücke von rund 2,5 Milliarden Euro zu schließen. Maßnahmen sind also gefragt, und die stehen auf dem Plan: Von Produktivitätssteigerungen durch Künstliche Intelligenz in der Fertigung bis hin zu Struktur- und Personalanpassungen.

Personalabbau und Standortanpassungen

Das ist nicht gerade eine rosige Aussicht für die Beschäftigten – insgesamt rechnet Bosch mit einem weiteren Abbau von rund 13.000 Stellen, vor allem an deutschen Standorten. In Feuerbach, Schwieberdingen, Waiblingen, Bühl und Homburg soll es ordentlich knallen. Allein in Feuerbach könnten bis Ende 2030 etwa 3.500 Stellen wegfallen, was natürlich für große Unruhe sorgt. Es tut schon weh, wenn man sieht, dass die Produktion von Verbindungstechnik in Waiblingen auslaufen soll. So viele Menschen, die sich um ihre Zukunft sorgen müssen. Und das, obwohl Bosch betont, dass sie am Standort Deutschland festhalten möchten. Aber wie gesagt, effizienter aufstellen – das steht ganz oben auf der Agenda.

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Doch die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sind bereits im Gange, und Bosch hat zugesichert, alles daran zu setzen, möglichst sozialverträgliche Lösungen zu finden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden und ob Bosch tatsächlich die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen kann.

Die Herausforderungen sind also enorm, aber mit der richtigen Strategie und einem klaren Fokus auf Innovation könnte Bosch Mobility vielleicht doch noch die Kurve kriegen. Die Entwicklung bleibt spannend, und während die Welt sich weiter dreht, wird auch Bosch versuchen, seinen Platz im Markt zu behaupten. Ein großes Unternehmen, das in einer sich schnell verändernden Welt stets neu denken muss – das ist die Realität, mit der wir alle konfrontiert sind.