Das Landratsamt Waiblingen hat heute mit der Kernsanierung seines Verwaltungshochhauses begonnen. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden Renovierungsstrategie, die darauf abzielt, das Gebäude bis 2030 klimaneutral zu machen. Die offizielle Baugenehmigung liegt seit Ende Juli vor, und die Bauarbeiten starten jetzt im Oktober 2025, wie die Stuttgarter Nachrichten berichten.

Im Rahmen der Renovierung sollen durch umfangreiche Maßnahmen sowohl die Energieeffizienz als auch die Arbeitsbedingungen im Gebäude verbessert werden. Zu den geplanten Arbeiten gehören die Dämmung der Fassade, die Installation einer Photovoltaikanlage sowie die Erneuerung veralteter Versorgungsleitungen. Diese Maßnahmen führen dazu, dass der jährliche Energieverbrauch um rund 30.000 Kilowattstunden gesenkt werden soll.

Kosteneffizienz und Raumkonzept

Die Bauleistungen liegen gegenwärtig 55 Prozent unter dem ursprünglichen Budget, was Einsparungen von bis zu 2,14 Millionen Euro möglich macht. Auch wenn die Gesamtbaukosten stabil bei 23,3 Millionen Euro bleiben, wird eine erhöhte Förderung durch die KfW in Höhe von 1,8 Millionen Euro realisiert. Das neue Raumkonzept soll die Anzahl der Arbeitsplätze im Hochhaus von 120 auf etwa 180 anheben. Zudem wird Barrierefreiheit nachgerüstet, indem ein Aufzug für den sechsten Stock installiert wird.

Der Landrat von Waiblingen sieht sich in dieser Sanierungsphase als Impulsgeber für moderne Verwaltungskonzepte. In diesem Kontext ist es erwähnenswert, dass Waiblingen im Jahr 2024 Gastgeber einer bundesweiten Immobilienwerkstatt war, bei der das Thema „New Work“ behandelt wurde. Der Gemeinderat Waiblingen hat bereits im Oktober 2021 beschlossen, bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen. Dieser Schritt betont die Bedeutung von Energieeinsparungen sowie die Nutzung regenerativer Energien als wichtige Maßnahmen.

Umfangreiche Planung und Anpassungen

Die Sanierung der Verwaltung wird etagenweise von oben nach unten erfolgen. Fußgänger müssen während der Bauarbeiten Umwege in Kauf nehmen, was zusätzliche infrastrukturelle Herausforderungen mit sich bringt. Die Rohbauarbeiten sollen bis Mitte April 2026 abgeschlossen sein, während ein Bezug des Gebäudes für das zweite Quartal 2027 geplant ist. Zudem sind andere Großprojekte, wie die Sanierung der „Pagode“, vorerst verschoben worden.

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Insgesamt wird die Sanierung des Hochhauses Teil eines zentralen Behördenclusters im Stadtzentrum von Waiblingen. Informationen und Vorschriften zum energiesparenden Bauen und Sanieren sind auf der Webseite der Stadt Waiblingen verfügbar und ergänzen die Bestrebungen zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in der Region.

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