In Allmersbach im Tal gibt es seit August eine spürbare Preissteigerung beim Mittagessen in der Kinderbetreuung. Statt der vorherigen 5,56 Euro müssen Eltern nun 7,06 Euro zahlen. Das sind gleich mal 27 Prozent mehr! Und der Grund für diesen Anstieg? Ein deutlicher Preisanstieg des Caterers Damm Menüs GmbH aus Schorndorf, der die Verpflegung für die kleinen Gäste übernimmt. Die Gemeinde, die kurzfristig keinen alternativen Anbieter finden konnte, hat beschlossen, die Mehrkosten teilweise abzufedern. Der Gemeinderat hat mehrheitlich – mit nur drei Gegenstimmen – für einen Zuschuss von einem Euro pro Mahlzeit gestimmt. Das ist zumindest ein kleiner Lichtblick in dieser Preissteigerungszeit.

Die Situation in Allmersbach ist jedoch kein Einzelfall. Eine aktuelle Umfrage des Verbands deutscher Schul- und Kitacaterer (VDSKC) zeigt, dass sich die Essenspreise und damit auch die Kosten für die Familien weiter erhöhen. Im Jahr 2024 planen 73 % der Schul- und Kitacaterer, ihre Preise zu erhöhen. Und das ist noch nicht alles: 67 % der Befragten erwarten weitere Anstiege im Jahr 2025. Die Gründe sind vielfältig – steigende betriebliche Ausgaben, vor allem durch Personal- und Lebensmitteleinkauf, treiben die Preise in die Höhe. Durchschnittlich stiegen die Gesamtkosten 2024 um 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2023 waren es sogar 19 %!

Ein Blick auf die Zahlen

Der VDSKC berichtet zudem, dass 37 % der Caterer im Jahr 2024 einen Rückgang der Essensteilnehmer verzeichneten, im Vorjahr waren es 27 %. Vielleicht liegt das auch daran, dass sich immer mehr Familien das Mittagessen für ihre Kinder nicht mehr leisten können. Ein weiteres Problem ist die Mehrwertsteuererhöhung, die zu Beginn des Jahres von 7 % auf 19 % angehoben wurde – dafür gab es keinen Kompromiss, trotz der Forderungen nach Beibehaltung des ermäßigten Satzes. Diese Steuererhöhung hat direkt zu einem Anstieg der Essenspreise geführt.

Die durchschnittlichen Preise für Essen in Kitas und Schulen sind ebenfalls gestiegen. Laut Umfrage kostet ein Kitaessen nun im Durchschnitt 3,90 Euro, ein Mittagessen an Grundschulen 4,60 Euro und an weiterführenden Schulen 4,82 Euro. Das sind alles Werte, die über dem Vorjahresniveau liegen. Und in einigen Regionen? Da kann ein Schulessen sogar mehr als 6 Euro kosten! Die Preisunterschiede sind erheblich, da es keine einheitlichen Standards für die Schulverpflegung gibt. Städte und Gemeinden legen selbst fest, welche Qualitätsstandards gelten und welche Kriterien die Caterer erfüllen müssen.

Gemeinden helfen

Ein Lichtblick sind die Gemeinden, die Familien unterstützen, indem sie Zuschüsse pro Mahlzeit gewähren oder Preisobergrenzen festlegen. Man könnte sagen, dass hier ein gewisses Bewusstsein für die Herausforderungen entsteht, vor denen viele Familien stehen. Der VDSKC setzt sich zusammen mit anderen Organisationen für ein kostenfreies Mittagessen in Kitas und Schulen ein. Schließlich produzieren die Mitglieder des Verbands täglich mehr als 500.000 warme Mahlzeiten für Kinder. Das ist eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie wichtig eine gesunde und nachhaltige Verpflegung ist.

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Die steigenden Preise und die damit verbundenen Herausforderungen für Eltern sind nicht nur ein lokales Thema, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die Diskussion um eine bessere und gerechtere Verpflegung für unsere Kinder wird immer lauter. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird und ob die angestrebten Veränderungen tatsächlich realisiert werden können. In der Zwischenzeit bleibt den Eltern in Allmersbach und anderswo nur, sich an die neuen Preise zu gewöhnen und die Unterstützung der Gemeinden in Anspruch zu nehmen.