Im Herzen von Schorndorf, genauer gesagt in der Göppinger Straße 21, tut sich etwas Spannendes. Der „LernRaum“ hat seine Tore geöffnet und bietet eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die mit Herausforderungen beim Lesen, Schreiben oder Rechnen kämpfen. Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), Dyskalkulie und allgemeine schulische Lern- und Leistungsprobleme werden hier ernst genommen. Ein neu formiertes Team aus der erfahrenen Anneliese Löffler, der kompetenten Lena Hebsacker und der empathischen Maike Lehmkühler ist bereit, den kleinen Schützlingen zu helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Seit September, dem Startschuss für diesen besonderen Lernort, steht die Unterstützung der Kinder im Mittelpunkt. Es geht darum, das Selbstvertrauen zu stärken und den Druck, der durch Schule und Gesellschaft entsteht, zu mindern. Wie? Mit individueller Förderung, emotionaler Stärkung und enger Zusammenarbeit mit Eltern und Schulen – ein ganzheitlicher Ansatz, der in der heutigen Zeit immer wichtiger wird.

Ein ganzheitlicher Ansatz für Lerntherapie

Doch das ist erst der Anfang! Ab September 2026 wird der „LernRaum Schorndorf“ als spezialisiertes, interdisziplinäres Therapieangebot noch umfassender aufgestellt. Unter der Leitung von Ulrich Schneider, einem erfahrenen Therapeuten mit einem interdisziplinären Therapieansatz, sollen die Räumlichkeiten in der Göppinger Straße 21 weitere Angebote wie integrative Lerntherapie, Lernstandsdiagnostik und Elternberatung umfassen. Die Renovierungsarbeiten sind bereits im Gange, und bis Ende August sollen die ersten Therapiesitzungen stattfinden.

Schorndorf wurde bewusst als Standort gewählt, da bereits Ergotherapiepraxen in der Umgebung existieren, was die Kombination von Ergotherapie und Lerntherapie naheliegend macht. Der erste „LernRaum“ in Heidelberg hat bereits gezeigt, dass der Bedarf an qualifizierter Lerntherapie groß ist. Eltern, die sich Sorgen um die Lernentwicklung ihrer Kinder machen, sollten nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – insbesondere wenn Lernprobleme über mehrere Monate bestehen und das Selbstvertrauen ihrer Kinder leidet.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und emotionale Unterstützung

Wusstest du, dass in Deutschland etwa 3–7 % der Kinder und Erwachsenen von Dyskalkulie betroffen sind? Das Bewusstsein für die Ursachen dieser Rechenstörung hat in den letzten Jahren zugenommen. Die neue S3-Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung von Dyskalkulie bietet hilfreiche Empfehlungen für Betroffene, Eltern und Lehrkräfte, um eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen.

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Im „LernRaum“ stehen emotionale Unterstützung und die Schaffung einer positiven Lernatmosphäre im Vordergrund. Schließlich können wiederholte Misserfolge bei Kindern das Selbstvertrauen erheblich beeinträchtigen. Eltern werden beraten, wie sie ihren Kleinen zu Hause helfen können, Druck abzubauen und Freude am Lernen zu entwickeln. Der Fokus liegt nicht allein auf Noten – viel mehr sollen Stärken gefördert und individuelle Lernstrategien entwickelt werden.

Die Therapie ist langfristig angelegt, mit Einzelsitzungen, die durchschnittlich ein bis zwei Jahre dauern. Dabei werden sowohl Schwierigkeiten als auch vorhandene Ressourcen der Kinder erfasst. Das Ziel ist es, nicht nur kurzfristige Erfolge zu erzielen, sondern eine nachhaltige Verbesserung der Lernfähigkeit zu erreichen. Ein ganzheitlicher Ansatz, der sowohl die kognitiven als auch die emotionalen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt.

Die geplanten Angebote, die vor Ort und online verfügbar sind, umfassen nicht nur Lerntherapie, sondern auch Ferien- und Intensivkurse. In einer Zeit, in der Flexibilität gefordert ist, bietet der „LernRaum“ eine wertvolle Unterstützung für die Familien in Schorndorf und Umgebung. So können Kinder und Jugendliche in einer positiven, wertschätzenden Umgebung lernen und wachsen – und vielleicht sogar die Freude am Lernen neu entdecken.