Torfeuerwerk und Trainerfortbildung: Handball in Fellbach im Fokus
Die Handball-Szene in Fellbach war am vergangenen Wochenende Zeuge eines wahren Torfeuerwerks. Die Verbandsliga-Handballer der SG Herbrechtingen/Bolheim (SHB) haben den SV Fellbach mit einem eindrucksvollen 41:36 besiegt! Wenn man sich die Zahl von insgesamt 77 erzielten Toren anschaut, kann man nur staunen. Und das ist noch nicht alles – im vorherigen Heimspiel schoss die SHB sogar 47 Tore, was zeigt, dass sie zurzeit eine echte Offensivmaschine sind.
Doch trotz dieser beeindruckenden Zahlen hatte Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel gemischte Gefühle. Mit 204 Toren ist die SHB die beste Offensive der Verbandsliga, während sie gleichzeitig mit 195 Gegentoren die zweitschwächste Abwehr hat. Irgendwie ist das ein bisschen wie ein zweischneidiges Schwert. „Klar, die Offensive läuft gut, aber die Abwehr… naja, da gibt’s noch Luft nach oben“, so Schmid. Unter der Woche war die personelle Situation alles andere als rosig: Nur zwei Rückraumspieler standen ihm zur Verfügung, viele waren angeschlagen oder grippekrank und konnten kaum trainieren. Und dennoch – die SHB stellte eine konkurrenzfähige Mannschaft auf, einige Spieler kämpften sich trotz Beschwerden durch das Spiel. Da war auch Martin Mäck, der als Aufstiegsheld bekannt ist, und das Team tatkräftig unterstützte.
Handball – mehr als nur ein Spiel
Was viele nicht wissen: Hinter den Kulissen des Handballs stehen Tausende von ehrenamtlichen Übungsleitern und Trainern, die Woche für Woche in Sporthallen aktiv sind. Diese engagierten Menschen fördern nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene. Sie sind die wahren Multiplikatoren im Sport, und ihr Einfluss ist nicht zu unterschätzen. Der Verband hat sich zur Aufgabe gemacht, die fachlichen, methodischen und persönlichen Kompetenzen dieser Trainer zu stärken. Schulungen im Kinder- und Jugendhandball werden angeboten, und das sogar auf Bezirksebene. Wer schon mal an einem Handballtraining teilgenommen hat, weiß, wie wichtig diese Ausbildung ist.
Auf Verbandsebene laufen die Ausbildungen zur C- und B-Lizenz, während der Deutsche Handballbund die A-Trainer-Ausbildung verantwortet. Das ist natürlich nicht nur für die Trainer spannend, sondern auch für die Schiedsrichter. Der Handball in Baden-Württemberg blüht, und die Ankündigung von Fortbildungen wird sicherlich einige Trainer motivieren, sich weiterzubilden. Die Fortbildungen des Badischen Handballverbands (BWHV) im kommenden Jahr werden sich mit profilspezifischen Themen befassen, die an die jeweilige Altersklasse der Trainer angepasst sind. Ein bisschen wie maßgeschneiderte Anzüge für Handballtrainer, wenn man so will.
Der Weg zur Lizenz
Um die Trainer für den Kinderhandball zu schulen, gibt es sogar eine neue DHB-Kinderhandballtrainer*innen-Ausbildung. Diese kann als reguläre Fortbildung zur Verlängerung einer bestehenden DOSB-C- oder B-Lizenz anerkannt werden. Voraussetzung? Man muss bereits aktiv im Kinderhandball tätig sein und eine Lizenz besitzen. Das zeigt, wie wichtig die Ausbildung im Handball ist und wie viele Möglichkeiten es gibt, sich weiterzuentwickeln. Die nächsten Termine mit freien Plätzen stehen bereits an – also, wer sich dafür interessiert, sollte schnell sein!
