Am 13. Juni 2025 ereignete sich ein schwerer Vorfall am Hauptbahnhof in Tübingen, der die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Gefahren des Bahnverkehrs lenkt. Eine 39-jährige Frau wurde von einer Regionalbahn erfasst und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Der Zug, der sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 km/h näherte, konnte nicht rechtzeitig bremsen, obwohl der Triebfahrzeugführer eine Notbremsung einleitete.
Der Unfall geschah, als die Frau versuchte, die Gleise zu überqueren und dabei die heranrasende Regionalbahn übersah. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:16 Uhr und führte dazu, dass die Bahnstrecke zwischen Tübingen und Hechingen für gut eine Stunde gesperrt wurde. In der Zwischenzeit wurden die Reisenden im Zug von den Einsatzkräften versorgt und mit Getränken betreut, um die hohen Temperaturen erträglicher zu machen. Stuttgarter Nachrichten berichtet, dass die Verletzungen der Frau als schwer eingestuft werden.
Gefährliche Situationen am Bahnhof
Der Vorfall am Abend war nicht der einzige gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr an diesem Tag. Bereits am frühen Nachmittag, gegen 16:35 Uhr, hatte ein unbekannter Mann die Gleise zwischen den Bahnsteigen 1 und 2 überquert und dabei einen einfahrenden Zug beinahe ignoriert. Der Triebfahrzeugführer konnte durch eine Schnellbremsung Schlimmeres verhindern, aber der Mann flüchtete anschließend und bleibt bis jetzt unbekannt. Laut der Gea war der Mann in einem blauen Trainingsanzug gekleidet und trug einen Rucksack.
Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Sie warnt eindringlich vor den Lebensgefahren, die im Gleisbereich lauern. Züge nähern sich oft lautlos und benötigen mehrere hundert Meter, um zum Halten zu kommen, was in beiden Fällen hätte fatale Folgen haben können. Die Behörden rufen Augenzeugen aus der Umgebung dazu auf, sich bei der Bundespolizeiinspektion Stuttgart zu melden, um Informationen zu den Vorfällen zu liefern.