In Backnang, wo der Handball mehr ist als nur ein Sport, hat der HC Oppenweiler/Backnang (HCOB) am vergangenen Wochenende mit einem beeindruckenden 40:31-Sieg gegen die HSG Albstadt auf sich aufmerksam gemacht. Wer hätte gedacht, dass sie zum ersten Mal in dieser Saison die 40-Tore-Marke knacken würden? Es war der fünfte Sieg in Folge für die Gäste, die damit ihre Ambitionen auf einen der vorderen Plätze untermauern.

Albstadt hingegen steht weiterhin mit leeren Händen da. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga warten sie nach 14 Spielen auf den ersten Punkt. Bei einem Heimspiel vor 220 Zuschauern starteten sie jedoch vielversprechend. Die ersten Minuten ließen aufhorchen: Albstadt nutzte clevere Aktionen über den Kreis und profitierte von zwei Zeitstrafen gegen HCOB-Spieler Lev Szuharev. Nach zwölf Minuten führten sie sogar mit 9:7, was die Fans zum Jubeln brachte.

Der Wendepunkt

Doch nach einer Auszeit fand der HCOB zu seiner Form zurück. Plötzlich war der Spielfluss da, das Tempo wurde erhöht und die Gäste spielten clever. Sie nutzen Ballgewinne, um mit schnellem Konterspiel die HSG-Abwehr, die zunehmend ungeordnet wirkte, vor große Probleme zu stellen. Vor der Halbzeit war das Spiel gedreht – der HCOB führte mit 20:14, und Timm Buck war ein wahrer Torschütze des Abends. Auch Louis Mönch, der nicht nur offensiv, sondern auch defensiv glänzte, trug seinen Teil zum Erfolg bei.

Im zweiten Durchgang wurde die Überlegenheit des HCOB noch deutlicher. Mit einer Wurfquote von 70 Prozent war es für die Albstädter kaum möglich, den Lauf der Gäste zu stoppen. Die HSG verteidigte zwar offensiv, setzte häufig den siebten Feldspieler ein, doch die Torhüter des HCOB, Dennis Wipf und Dave Hörnig, waren nicht zu überwinden. Wipf parierte gleich zwölf Würfe und Hörnig ließ sich ebenfalls nicht oft überwinden. Die daraus resultierenden Ballgewinne nutzten die Gäste gnadenlos aus, indem sie oft ins leere Tor trafen.

Ein Blick auf die Liga

Doch was bedeutet dieser Sieg im Kontext der Regionalliga? Die Handball-Regionalliga, die in fünf Staffeln aufgeteilt ist, stellt die höchste Spielklasse der jeweiligen Regionalverbände dar. Ursprünglich eingeführt als Unterbau zur Bundesliga, hat sie sich über die Jahre gewandelt. Das Aufstiegsrecht zur 3. Liga wird ab der Saison 2024/25 wieder interessant, da die Meister der Regionalligen aufsteigen können und auch die Vizemeister in Niedersachsen und Baden-Württemberg aufsteigen dürfen. Die Regionalliga bleibt also ein spannendes Pflaster, wo sich das Potenzial der Mannschaften entfalten kann.

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Ein aufregendes Wochenende für den HCOB und ein weiterer Rückschlag für die HSG Albstadt. Die kommenden Spiele werden zeigen, wie sich die Lage für die Albstädter entwickelt und ob sie endlich ihren ersten Punkt ergattern können.