Am Samstagabend, dem 15. Oktober, passierte ein folgenschwerer Unfall an der bekannten Porsche-Kreuzung in Bietigheim-Bissingen. Gegen 19:07 Uhr war eine 33-Jährige mit ihrem Dacia auf dem Weg von Tamm in Richtung B27. Auf der Abbiegespur kam es dann zu einem folgenschweren Manöver: Sie wechselte die Spur Richtung Ludwigsburg und übersah dabei einen VW, der von einer 25-jährigen Fahrerin gelenkt wurde. Die Kollision der beiden Fahrzeuge war heftig, was dazu führte, dass die Dacia-Fahrerin schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden musste. So richtig schön ist das nicht, wenn man bedenkt, dass an den beiden Autos ein Schaden von etwa 8.000 Euro entstand. Die Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise zu dem Unfall geben können. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter (07142) 4050 oder per E-Mail an bietigheim-bissingen.prev@polizei.bwl.de melden.

Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Kreuzung Unfälle passieren. Am Freitagmorgen, nur einen Tag zuvor, kam es ebenfalls zu einem schweren Vorfall. Kurz nach sieben Uhr morgens missachtete ein 40-jähriger Fahrer eines Mercedes Sprinter eine rote Ampel und raste in die Kreuzung. Dort stieß er mit einem MG und einem Seat zusammen, die beide von Ludwigsburg kommend auf der Linksabbiegerspur zur Kreisstraße nach Tamm fuhren. Der Aufprall war so heftig, dass der MG auf eine Verkehrsinsel geschleudert wurde, während der Seat im Kreuzungsbereich zum Stehen kam. Auch der Sprinter prallte gegen einen Ampelmast. Alle drei Fahrer mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden? Rund 50.000 Euro! Und die Kreuzung? Die war bis etwa 10:15 Uhr gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr führte. Einfach nur chaotisch!

Einblicke in die Unfallstatistik

Unfälle wie diese sind nicht einfach nur Zahlen, sie haben reale Auswirkungen auf das Leben der Menschen. In Baden-Württemberg wird jeder Straßenverkehrsunfall von der Polizei erfasst, wenn dabei Menschen verletzt oder Sachschäden entstanden sind. Es gibt jedoch viele Unfälle, die nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Dazu zählen zum Beispiel Alleinunfälle, vor allem nachts, bei denen nur der Unfallverursacher involviert ist. Komischerweise scheinen sich viele Beteiligte manchmal gütlich zu einigen, was ebenfalls nicht erfasst wird. Das führt dazu, dass der Anteil nicht polizeilich erfasster Unfälle an allen tatsächlich geschehenen Unfällen mit zunehmender Schwere abnimmt. Man muss sich das mal vorstellen!

Die Porsche-Kreuzung hat in den letzten Jahren immer wieder für Aufregung gesorgt. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt Bietigheim-Bissingen und die Polizei auf diese wiederholten Vorfälle reagieren werden. Verkehrssicherheit geht uns alle an, und vielleicht ist es an der Zeit, über Lösungen nachzudenken, die solche Unfälle in Zukunft verhindern. Man kann ja nie vorsichtig genug sein.