Die Gründung der AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland” (GD) in Brandenburg hat für Aufsehen gesorgt. Der Brandenburger Verfassungsschutz bestätigte die rechtsextremistische Einstufung der GD nach der offiziellen Gründung des Landesverbands. Uwe Meier, Sprecher des Innenministeriums, erklärte, dass die GD ein fester Bestandteil der AfD Brandenburg sei, was die Einstufung als rechtsextremistisch unterstreiche. Bei der Gründungsveranstaltung in Königs Wusterhausen fanden die Behörden keine Anhaltspunkte für eine andere Bewertung.

Fabian Jank, der zum Landesvorsitzenden gewählt wurde, ist als Aktivist der identitären Bewegung bekannt, die ebenfalls als rechtsextremistisch gilt. Er steht an der Spitze einer Organisation, die laut Berichten von Tagesschau vor dem Wahljahr 2026 gegründet wurde, um junge Leute für die AfD und ihre Ideologien zu gewinnen. Christopher Tamm, der zweite Vize-Landesvorsitzende, betonte bei der Gründungsversammlung den dringend benötigten Kampfgeist der Brandenburger Jugend.

Ziele der Generation Deutschland

Ein zentrales Ziel der GD ist die bundesweite Normalisierung der AfD, insbesondere im Osten Deutschlands. Die Organisation ist ausschließlich für Parteimitglieder zugänglich und soll als Kaderschmiede für die AfD fungieren. Die Gründerväter, darunter der parlamentarische Geschäftsführer Dennis Hohloch, stammen größtenteils aus Brandenburg, wo die AfD seit den Bundestagswahlen als stärkste politische Kraft gilt.

  • Die GD möchte neue Fachkräfte für die AfD bereitstellen, die für anstehende Kommunal- und Landtagswahlen in fünf Bundesländern gebraucht werden.
  • Co-Vorsitzende Alice Weidel betont die Notwendigkeit einer starken Jugendorganisation und fordert politische Verantwortung von den Mitgliedern.
  • Jean-Pascal Hohm, der zum Vorsitzenden gewählt wurde, sieht die GD als unveränderte Fortführung der ehemaligen Jugendorganisation “Junge Alternative”.

Hohm bringt zudem rechtsextreme Ideologien mit, wie die Verschwörungstheorie des „Bevölkerungsaustauschs“, und wird vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft. Unterstützt wird er von prominenten AfD-Mitgliedern wie Hannes Gnauck und Björn Höcke, die auf seine Verbindungen zu rechtsextremen Vorfeldorganisationen hinweisen.

Radikalisierung unter Jugendlichen

Die Entwicklungen rund um die GD stehen im Kontext einer besorgniserregenden Radikalisierung junger Menschen. Laut Berichten des Verfassungsschutzes beobachten die Sicherheitsbehörden einen Anstieg von gewaltorientiertem Rechtsextremismus, insbesondere unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dieser Prozess geschieht häufig in sozialen Medien, wo unzensierte Plattformen wie TikTok und Instagram als Radikalisierungs-katalysatoren fungieren. Junge Menschen zeigen oft Bezüge zur Attentäterfanszene und zur sogenannten Siege-Ideologie.

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Neuere rechtsextremistische Gruppierungen mobilisieren nicht nur gegen die LSBTIQ-Community, sondern sind auch an Störaktionen gegen Veranstaltungen wie den Christopher Street Day beteiligt. Sicherheitsbehörden berichten von einer zunehmenden Gewaltbereitschaft und weisen auf konkrete Anschlagsplanungen hin, die von Jugendlichen ausgehen.

Diese Entwicklungen verdeutlichen die Dringlichkeit, mit der Sicherheitsbehörden und Gesellschaft auf die Radikalisierungsprozesse junger Menschen reagieren müssen. Angesichts der anstehenden Wahlen und der wachsenden Bedeutung der AfD könnte die GD eine zentrale Rolle im rechtsextremen Milieu Deutschlands spielen.

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