Neues Leben für Oberriexingen: Pläne zur Nahversorgung in der Steingrube nehmen Gestalt an
In Oberriexingen tut sich was! Die Pläne zur Ansiedlung einer Nahversorgung im Bereich „Steingrube“ nehmen langsam aber sicher Konturen an. Bürgermeister Keller hat kürzlich den Beschlussvorschlag zur Einstellung des Planverfahrens erweitert und die Verwaltung beauftragt, die Ansiedlung einer Nahversorgung weiterhin aktiv zu prüfen. Das ist ein Schritt, der nicht nur die Gemeinderäte, die den Beschluss einstimmig angenommen haben, sondern auch die Bürger aufhorchen lässt. In der letzten Einwohnerfragestunde war die Sorge um Kostensteigerungen durch Einwendungen gegen das Vorhaben ein heißes Thema. Keller konnte jedoch beruhigen – die gestiegenen Baukosten und die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen in den letzten zwei Jahren seien die wahren Übeltäter.
Ein paar Bürger brachten ihre Bedenken zum Ausdruck, insbesondere, dass die Bäckerei Laier in eine andere Gemeinde abwandern könnte. „Das wäre ein großer Verlust für Oberriexingen!“, so ein besorgter Anwohner. Markus Laier, der nicht nur Bäcker, sondern auch Gemeinderatsmitglied ist, hatte bereits seine Pläne geäußert, sein Haupthaus mit Backstube, Café und Drive-in auf das Gelände „Steingrube“ zu verlegen. Auf die Nachfrage, ob er an der Abstimmung teilnehmen könne, musste er leider aufgrund seiner Befangenheit passen, bedankte sich aber für die Unterstützung der Bürger und versprach, alles zu tun, um mit seinem Betrieb in Oberriexingen zu bleiben.
Neuer Schwung für die Nahversorgung
Der Gemeinderat hat am 12. Dezember 2023 einen Grundsatzbeschluss gefasst, um die Voraussetzungen für eine Bebauung im Bereich „Steingrube“ zu schaffen. Das Plangebiet umfasst etwa 0,9 Hektar und soll nicht nur einen Lebensmittelmarkt, sondern auch Gesundheitsräume und eine neue Bäckerei beherbergen. Ein Investor hat sich bereits gefunden und übernimmt die Kosten des Bebauungsplanverfahrens. Das klingt vielversprechend! Allerdings ist das Vorhaben nach dem geltenden Planungsrecht noch nicht zulässig, weshalb ein vorhabenbezogener Bebauungsplan beantragt wurde.
Die Fragen der Bürger sind berechtigt: Wie steht es um die Umwelt, den Landschaftsschutz und die Verkehrsanbindung? In den nächsten Schritten sind Umweltprüfungen und die Erstellung von Fachgutachten notwendig. Bürgermeister Keller hat bereits den Investor Kim Hasenhündl sowie Robert Schneider von der ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart begrüßt, die erste Entwurfspläne vorgestellt haben. Penny, die Handelsmarke, zeigt Interesse an einem Lebensmittelmarkt in Oberriexingen und könnte einen Mietvertrag über 15 Jahre abschließen – das ist eine echte Perspektive für die Nahversorgung!
Die Notwendigkeit einer Nahversorgung
Warum ist das alles so wichtig? Viele ländliche Regionen, besonders in Deutschland, haben mit dem Problem zu kämpfen, dass Einkaufsmöglichkeiten rar und oft nur schwer erreichbar sind. Das hat Auswirkungen auf ältere Menschen und solche, die nicht mobil sind. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert deshalb Projekte wie „LandVersorgt“, die neue Wege zur Nahversorgung in ländlichen Räumen suchen. Die Idee ist, die Menschen vor Ort zu unterstützen, damit sie ihren täglichen Bedarf decken können, ohne lange Wege in Kauf nehmen zu müssen.
In Oberriexingen gibt es also Licht am Ende des Tunnels! Die Bürger sind aufgerufen, sich an dem Verfahren zu beteiligen. Es bleibt spannend, ob die Ansiedlung der Bäckerei Laier und des Lebensmittelmarkts tatsächlich realisiert werden kann. Die Entwicklung wird mit Argusaugen verfolgt – nicht nur von den Gemeinderäten, sondern auch von den Bürgern, die sich ein Stück Lebensqualität in ihrer Gemeinde wünschen. Wer weiß, vielleicht wird die Steingrube bald zum neuen Herzstück von Oberriexingen, wo man frisches Brot und alles Notwendige gleich um die Ecke kaufen kann?
