Am 14. Juni 2025 fand in Winnenden ein bedeutender Vortrag über die Digitalisierung in der Pflegevermittlung statt. Jens Flammann, der Ehrenamtskoordinator, hatte die Veranstaltung organisiert, um die Verbindung zwischen hilfsbedürftigen Menschen und passenden Helfern zu verbessern. Referent war Thomas Oeben, der Mitgründer und Vorstandsvorsitzende des Münchner Vereins „deinNachbar“. Flammann sieht in den derzeitigen Prozessen bei der Suche nach Hilfe und Pflege ineffiziente Abläufe, die dringend optimiert werden müssen.

Oeben, ein erfahrener Rettungsassistent und Betriebswirt, hat 2014 die Idee für den Verein „deinNachbar“ entwickelt, der 2015 gegründet wurde. Sein Ziel war es, die logistische Kompetenz in die Pflege älterer Menschen einzubringen und eine kostengünstige sowie qualitativ hochwertige Versorgung innerhalb von 24 Stunden zu gewährleisten. Der Verein hat bereits ein starkes Netzwerk aus zwei festangestellten Pflegefachkräften und rund 300 ehrenamtlichen Helfern aufgebaut.

Innovative digitale Lösungen

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit von „deinNachbar“ ist die Entwicklung einer Handy-App, die die Koordination zwischen Senioren und Nachbarschaftshelfern erleichtert. Das professionelle Auftragsmanagementsystem des Vereins trägt dazu bei, die Bürokratie zu reduzieren und die Recherche nach geeigneten Helfern zu vereinfachen. Laut der ZVW berichteten die Verantwortlichen darüber, wie das Helferportal und die App dazu beitragen, die schnelle Bereitstellung von Hilfe sicherzustellen.

In Deutschland sind derzeit 3,9 Millionen Menschen pflegebedürftig, wovon 80% ambulant versorgt werden. Allerdings erhält lediglich ein Viertel von ihnen Unterstützung durch einen Pflegedienst. Die Schätzungen des Bundesministeriums zufolge wird die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 auf 4,9 Millionen ansteigen, was die Dringlichkeit entsprechender Lösungen verdeutlicht.

Ehrenamtliche Helfer und ihre Schulung

Der Verein „deinNachbar“ benötigt engagierte Ehrenamtliche, die bereit sind, sich zu registrieren, ein polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen und an einer kostenfreien Schulung teilzunehmen. Das Helferportal ermöglicht es, die Einsatzmöglichkeiten passgenau anzubieten. Für die Finanzierung der Helferportal GmbH und Co. KG ist eine wirtschaftliche Tragfähigkeit erforderlich, während der Verein auf Spenden angewiesen ist. Der Verein entwickelt sich kontinuierlich weiter und fügt monatlich neue Funktionen hinzu, um die Benutzerfreundlichkeit und Effizienz zu steigern.

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Durch digitale Tools wie die App von „deinNachbar“ wird nicht nur die Suche nach Pflege und Unterstützung effizienter gestaltet, sondern es wird auch ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Senioren in der Region geleistet. Der Vortrag in Winnenden stellt einen weiteren Schritt in Richtung einer innovativeren und effektiveren Pflegeversorgung dar, die den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht werden kann.

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