Mundelsheim übernimmt die Pacht der Weinberge: Ein mutiger Schritt für den Weinbau am Käsberg
In Mundelsheim tut sich was! Die Gemeinde hat beschlossen, die Pacht der malerischen Weinberge im Käsberg zu übernehmen. Ja, richtig gehört! Trotz der finanziellen Risiken, die damit einhergehen, will man dem Weinbau eine Chance geben. Bürgermeister Seitz hat klargemacht, dass Weinbau zwar nicht zu den originären Aufgaben einer Gemeinde zählt, doch die besondere Lage und das prägende Ortsbild sind für die Bürger wichtig. Man könnte fast sagen, sie hat ein Herz für den Wein!
Die Gesamtkosten sind noch nicht final kalkuliert. Was wir wissen? Ein jährliches Defizit von rund 30.000 Euro steht im Raum, das die Gemeinde stemmen müsste. Das ist kein Pappenstiel, aber der Charme des Käsbergs scheint es wert zu sein. Vielleicht hätte man am Ortsrand anders entschieden, aber mitten im Geschehen, da fühlt sich die Verantwortung irgendwie anders an. In den kommenden drei Jahren wird Mundelsheim die Weinberge bewirtschaften und dafür einen Vollzeitmitarbeiter einstellen. Ein mutiger Schritt für die Gemeinde!
Weinbau im Fokus
Was wird angebaut? Eine verlockende Mischung: Spätburgunder, Trollinger, Syrah und Cabernet Sauvignon – klingt nach einer vielversprechenden Weinauswahl! Die Trauben gehen an die Genossenschaft der Lauffener Weingärtner, der fast alle Mundelsheimer Winzer angehören. Übrigens, die Gemeinde selbst ist seit letztem Jahr auch Mitglied dieser Genossenschaft. Man könnte sagen, hier wird Nachbarschaft großgeschrieben!
Der neue Mitarbeiter wird eine Vielzahl an Aufgaben übernehmen, die von Rebschnitt und Pflanzenschutz über Laubarbeiten bis hin zur Organisation der Weinlese reichen. Man darf gespannt sein, wie es aussieht, wenn Bauhof und Rathaus bei der Weinlese Hand anlegen. Und ja, die Gemeinde hat auch schon Rebscheren angeschafft. Man ist also bestens gerüstet! Außerdem plant man, neue Veranstaltungen rund um den Wein zu organisieren – das könnte auch neue Gesichter in die Gemeinde bringen.
Der Käsberg am Scheideweg
<pInteressanterweise gibt es auch Neuigkeiten aus dem Weingut Herzog von Württemberg. Dieses überlegt, seine Top-Lage, den Käsberg, abzustoßen. Das könnte bedeuten, dass dieser berühmte Weinberg nach der Weinlese stillgelegt wird. Die Gemeinde Mundelsheim sucht trotz dieser Herausforderungen nach Lösungen, um das Weingut und die Weinbau-Tradition aufrechtzuerhalten. Der Käsberg wird als Weinlage mit einem möglichen „Ablaufdatum“ beschrieben – das klingt fast schon melancholisch, oder?
Dieses Dilemma ist nicht nur lokal von Bedeutung. Der Steillagenweinbau, der seit Jahrhunderten Kulturlandschaften prägt, steht auch anderswo in Deutschland und Österreich vor Herausforderungen. Beim Treffen des Steillagen-Netzwerks im Welterbe Oberes Mittelrheintal im Mai 2026 wurden ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Werte besprochen. Ein Austausch über die Bewältigung des Strukturwandels und den Druck, den die Flächenbewirtschaftung mit sich bringt, war zentral. Man fragt sich, wie die Kulturlandschaften langfristig erhalten und weiterentwickelt werden können – eine Frage, die auch Mundelsheim betreffen könnte.
Die Verbindung von Weinbau mit Biodiversität und Landschaftspflege ist ein spannendes Thema, das nicht nur für die Winzer, sondern für die gesamte Region von Bedeutung ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Bewirtschaftung der Weinberge in Mundelsheim entwickeln wird und ob die Gemeinde ihre Vision für den Käsberg umsetzen kann. So oder so, das nächste Kapitel dieser Wein-Geschichte hat gerade erst begonnen!
