Mikroplastik hat sich zu einem immer drängenderen Problem entwickelt, das die Umwelt und möglicherweise die Gesundheit der Menschen bedroht. Laut SWR, sind zahlreiche Unternehmen, insbesondere kleinere, dabei, innovative Plastikalternativen zu entwickeln. Diese Alternativen sind oft kompostierbar, jedoch bleibt die Frage der Wirksamkeit von „Bio-Kunststoffen“ als echte Lösungen zur Vermeidung von Mikroplastik weiterhin umstritten.

Forschungsprojekte, wie am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), wurden bereits 2013 initiiert, um ein Standardprotokoll zur Kontamination von Muscheln mit Mikroplastik zu entwickeln. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass sowohl Ostsee-Miesmuscheln als auch Austern erfolgreich mit Plastikpartikeln kontaminiert wurden, bestätigt BFR.

Die Gefahren von Mikroplastik

Mikroplastik umfasst Plastikteilchen mit einer Größe zwischen 1 Mikrometer und 5 Millimeter. Es gibt primäres Mikroplastik, das hergestellt wird, und sekundäres Mikroplastik, das aus dem Abbau größerer Stücke entsteht. Die Problematik ist global, denn Mikroplastik wurde in allen Regionen und Ökosystemen nachgewiesen, sogar in menschlichen und tierischen Organen, wie das Umweltbundesamt berichtet.

Mikroplastik kann über die Luft, Lebensmittel und Getränke in den menschlichen Körper gelangen. Die Wirkungen, die Mikroplastik auf die Gesundheit haben kann, sind bisher nicht vollständig erforscht, wenngleich einige Hinweise auf schädliche Auswirkungen bestehen. Die Vielfalt und Komplexität von Mikroplastik erschwert die Datensammlung erheblich, und es mangelt an verlässlichen epidemiologischen Studien, die eine Korrelation zwischen Mikroplastik und spezifischen Gesundheitsendpunkten bestätigen.

Aktuelle Forschungsprojekte

Die Forscherteams am BfR beschäftigen sich auch mit der Untersuchung der Exposition gegenüber Mikro- und Nanoplastik, insbesondere in Bezug auf den 3D-Druck. Der Fokus liegt auf der Freisetzung von gasförmigen Bestandteilen und Plastikpartikeln im Nanometerbereich, die inhalativ aufgenommen werden können. Diese Aspekte sind von zentraler Bedeutung für die Beurteilung potenzieller Gesundheitsrisiken.

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Zusätzlich untersuchte das Projekt InnoMatLife die Sicherheit von Mikroplastik über den gesamten Lebenszyklus und war maßgeblich an der Entwicklung von Methoden zur systematischen Untersuchung von Polymerpartikeln beteiligt. Um die Wahrnehmung von Mikroplastik in der Bevölkerung zu evaluieren, führt das BfR seit 2015 Befragungen durch, die aufzeigen, wie informiert die Menschen über die Risiken von Mikroplastik in Lebensmitteln sind.

Um die Sicherheiten und Risiken von Mikroplastik besser zu verstehen, bleibt die Forschung unerlässlich. Strategien zur Reduzierung der Mikroplastikbelastung müssen weiterhin unterstützt werden, um die potenzielle Gefährdung für die menschliche Gesundheit in den Griff zu bekommen.

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