Die Natur ruft! Und das ganz laut, denn die Hütten der DAV-Sektion Ludwigsburg erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wer hätte gedacht, dass die beiden Hütten der Sektion so viele Besucher anlocken könnten? Die Hauerseehütte, die sich majestätisch auf 2.383 Metern oberhalb des Ötztals erhebt, verzeichnete beinahe 700 Übernachtungen. Das ist schon ein echtes Kunststück, wenn man bedenkt, dass es dort keine Speisen oder Getränke gibt – die Gäste müssen ihre Verpflegung selbst mitbringen und die Hütte selbst versorgen. Eine kleine Selbstversorgerhütte, die jedoch ein wichtiger Stützpunkt für Berggeher am Geigenkamm ist.

Die Hauerseehütte hat 15 Matratzenlager und einen kleinen Aufenthaltsraum, aber die Kapazitätsgrenzen sind inzwischen erreicht. Die ehrenamtlichen Aufsichtspersonen, die wöchentlich wechseln, sind bei dieser hohen Belegung ganz schön gefordert. Täglich müssen etwa 50 Liter Wasser abgekocht werden, denn eine zuverlässige Trinkwasserquelle gibt es nicht. Das klingt nach viel Arbeit, aber die Hüttenteams betonen den Wert der gemeinsamen Abende und Begegnungen für alle Gäste. Was wäre ein Hüttenabend ohne gute Gespräche und vielleicht ein Gläschen Schnaps?

Die Ludwigsburger Hütte und ihre Erfolge

Auf der anderen Seite des Nördlichen Geigenkamms, in der Ludwigsburger Hütte auf 2.168 Metern Höhe, wurden sogar 2.168 Übernachtungen registriert. Diese Hütte hat in den letzten Jahren einige Modernisierungen erfahren. Eine neue Photovoltaikanlage sorgt dafür, dass der Notstromdiesel nur selten zum Einsatz kommt. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern spart auch Kosten. Die Renovierung der Sanitärräume hat die Abwassermenge durch Trockenurinale und eingeschränkte Duschmöglichkeiten verringert. Die Gäste loben den neuen Dielenboden in der Gaststube – das Ambiente wird immer schöner!

Die Investitionen in die Hütten sind nicht zu unterschätzen. Rund 250.000 Euro wurden in den vergangenen zwei Jahren ausgegeben, einschließlich Fördermitteln. Auch die DAV-Aktion „Freie Nacht fürs Klima“, die 2025 gestartet wurde, zeigt Wirkung. Mitglieder können bis zu zweimal pro Saison eine kostenlose Übernachtung erhalten, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern fördert auch den Besuch der Hütten – und das ist gut so!

Eine starke Gemeinschaft

Die Sektion Ludwigsburg hat die Marke von 9.000 Mitgliedern überschritten. Das ist eine Leistung, auf die alle stolz sein können. Die Zahl der Ausbilder ist auf 49 in neun Bereichen gestiegen, mit einem klaren Schwerpunkt auf Klettern. Das kann vielleicht auch erklären, warum immer mehr Gäste der „Pitztaler Sonnenrunde“ den Nachlass bei ihrer ersten Übernachtung in der benachbarten Erlanger Hütte nutzen. Das zeigt, wie eng die Gemeinschaft im DAV ist und wie gut der Austausch funktioniert.

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Bei der letzten Sitzung wurden 50 Stimmberechtigte gefragt, ob sie dem achtköpfigen Vorstand für weitere drei Jahre ihr Vertrauen schenken. Die Mitglieder sind mit dem Vorstand, bestehend aus Klaus Mirna, Andy Jeutter, Heike Faber, Jens Ditlevsen, Stephan Kochendörfer, Wulf Henke, Max Faber und Ulrich Stark, rundum zufrieden. Klaus-Peter Ehmann wurde als Rechnungsprüfer bestätigt, und Brigitte Fischer ersetzt Reiner Andres. Ein reibungsloser Übergang!

Wenn man bedenkt, dass die DAV-Sektionen insgesamt 107 Selbstversorgerhütten betreiben, wird deutlich, wie wichtig diese Hütten für die Gemeinschaft sind. Und auch wenn es keine Hüttenwirt*innen gibt und die Gäste die Versorgung selbst übernehmen müssen – das macht das Ganze irgendwie authentisch und besonders. Die Selbstversorgerhütten sind ein Rückzugsort, eine Oase der Ruhe inmitten der Natur. Wer einmal dort war, weiß, dass die Mühe sich lohnt!