Heute ist der 26.10.2026 und wir blicken auf spannende, aber auch herausfordernde Zeiten für die Bosch-Gruppe in Gerlingen, die 1886 von Robert Bosch gegründet wurde. Das Unternehmen, das hier in der Region fest verwurzelt ist, plant bis Ende 2027 eine umfassende Umstrukturierung seiner deutschen Konzernstruktur. Rund 62.500 Mitarbeiter werden von den Veränderungen betroffen sein. Ihre Arbeitsverträge sollen auf die neu gegründeten Tochtergesellschaften übertragen werden, ohne dass sich an den Tarif- und Arbeitsbedingungen etwas ändert. Das ist doch schon mal eine Erleichterung!

Die Umstrukturierung sieht vor, dass der Mobilitätsbereich sowie die Dienstleistungsbereiche Bosch Digital, Global Business Services und Global Real Estate in vier rechtlich selbstständige GmbHs überführt werden. Die Anteile an diesen neuen Gesellschaften bleiben vollständig im Besitz der Bosch-Gruppe. Die Entscheidung für diesen Schritt ist unter anderem eine Reaktion auf den steigenden internationalen Wettbewerbsdruck im Fahrzeuggeschäft. Hier hat die Elektromobilität, die nicht so schnell wie erhofft vorankommt, bereits zu millionenschweren Wertberichtigungen geführt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 sank die operative Marge des Mobility-Sektors auf 4,7 Prozent – da ist Handlungsbedarf angesagt!

Die neuen Strukturen und ihre Ziele

Ab dem 1. August 2027 werden die neuen Gesellschaften ihre operative Tätigkeit aufnehmen. Das bedeutet, dass Bosch Mobility als größter Unternehmensbereich und Autozuliefergeschäft in eine eigenständige Tochtergesellschaft ausgegliedert wird. Neben Bosch Mobility entstehen mit Bosch Digital, Global Business Services und Global Real Estate drei weitere neue GmbHs. Diese Umstrukturierung soll den Entscheidungsprozess verkürzen, Kooperationen erleichtern und gezielt in Wachstumsfelder investieren. Ehrlich gesagt, klingt das nach einem cleveren Schachzug, um der Konkurrenz aus Asien etwas entgegenzusetzen!

Die Robert Bosch GmbH wird sich künftig auf die zentralen Aufgaben der Unternehmenszentrale sowie die Forschung und Vorausentwicklung konzentrieren. Hier werden weiterhin mehr als 3.000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die neuen Tochtergesellschaften sollen flexibler und näher am Markt agieren können – ein Schritt, der angesichts der rasant wachsenden Anforderungen in der Automobilbranche mehr als notwendig ist. Der Umsatz von Bosch Mobility allein betrug 2025 bereits 55,8 Milliarden Euro und machte damit rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes von Bosch aus.

Was bedeutet das für die Beschäftigten?

Für die betroffenen Beschäftigten gilt beim Übergang die Regelung des § 613a BGB. Das bedeutet, dass der neue Arbeitgeber – in diesem Fall die neuen GmbHs – die bestehenden Rechte und Pflichten übernimmt. Auch die Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen bleiben ein Jahr lang unangetastet, was für die Mitarbeiter eine gewisse Sicherheit bedeutet. Komischerweise wird es allerdings auch Unterschiede in den Arbeitsbedingungen zwischen den einzelnen Gesellschaften geben, was in der Belegschaft sicherlich für Diskussionen sorgen wird.

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Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Bosch Mobility Solutions, Frank Sell, hat bereits angekündigt, den Umbau konstruktiv zu begleiten. Das ist wichtig, denn mit der Neustrukturierung entstehen auch neue Mitbestimmungsmöglichkeiten. Im Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft werden sowohl Vertreter der Anteilseigner als auch der Arbeitnehmer sitzen, was eine positive Nachricht für die Mitbestimmung in einem so großen Unternehmen ist.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bosch-Gruppe verfolgt mit diesem Umbau das Ziel, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Größere Kundennähe, mehr unternehmerischer Handlungsspielraum und kürzere Entscheidungswege sind nur einige der angestrebten Vorteile. Die internen Servicebereiche sollen ebenfalls wettbewerbsfähiger werden, um den Erfolg der operativen Geschäftseinheiten zu unterstützen. Insgesamt bleibt Bosch mit seinen neuen Strukturen ein fester Bestandteil des deutschen Wirtschaftslebens, auch wenn die Herausforderungen durch neue Wettbewerber aus Asien nicht zu unterschätzen sind.

Es bleibt abzuwarten, wie sich all diese Veränderungen auf die einzelnen Mitarbeiter auswirken werden und welche neuen Chancen sich daraus ergeben. Die Welt der Mobilität ist im Umbruch, und Bosch scheint gut aufgestellt, um die Mobilität der Zukunft mitzugestalten.