Wahl zum Ersten Beigeordneten in Vaihingen: Vier Kandidaten im Rennen um die Nachfolge von Klaus Reitze
In Vaihingen an der Enz steht am Donnerstag, dem 22. Oktober 2026, eine spannende Wahl ins Haus. Die große Kreisstadt hat gleich vier Kandidaten, die sich um das Amt des Ersten Beigeordneten, auch bekannt als Bürgermeister, bewerben. Der bisherige Amtsinhaber Klaus Reitze, der das Zepter in den letzten zwei Amtszeiten geschwungen hat, zieht sich nach 60 Jahren zurück. Das ist natürlich ein Umbruch, und die Stadt ist gespannt, wer das Ruder übernehmen wird.
Von insgesamt 49 Bewerbungen haben es nur vier Bewerber in die Endrunde geschafft. Die Auswahl war nicht einfach. Nach intensiven Bewerbungsgesprächen mit den Gemeinderatsfraktionen, der Verwaltungsspitze und einem externen Beurteilungsverfahren wurden sie ausgewählt. Das zeigt, wie viel Gewicht auf dieser Entscheidung liegt.
Die Kandidaten im Portrait
Beginnen wir mit Sebastian Mannl. Der 47-Jährige ist ein erfahrener Diplom-Bauingenieur und führt seit Ende 2021 die Geschäfte in Ludwigsburg. Er hat sich bereits in Fellbach um das Bürgermeisteramt beworben, und obwohl er dort nicht gewählt wurde, bleibt er am Ball. In Ludwigsburg leitet er das Dezernat für Lebensqualität, Infrastruktur und Service. Eine interessante Note: Seine Bewerbung in Vaihingen ist Teil einer Umstrukturierung in der Ludwigsburger Verwaltung, die bis zum 1. Januar 2027 abgeschlossen sein soll. Mannls Erfahrungen könnten also von großem Vorteil sein.
Ein weiterer Kandidat, Matthias Hirn, bringt 30 Jahre Baupraxis und 18 Jahre Erfahrung in der Kommunalverwaltung mit. Der 52-jährige Zimmerer und Diplom-Bauingenieur ist der Leiter des Stadtbauamts in Aichtal. Damit hat er sicherlich eine solide Grundlage, um die Bauprojekte in Vaihingen voranzutreiben.
Die einzige Frau im Bunde, Katharina Mirhadi, ist 53 Jahre alt und hat als Diplom-Ingenieurin und Architektin einiges auf dem Kasten. Sie ist die einzige Bewerberin aus der Vaihinger Stadtverwaltung und leitet seit 2025 die Abteilung Stadtplanung. Vorher hat sie zwei Jahrzehnte lang eigene Architektenprojekte geleitet. Das gibt ihr einen ganz besonderen Blick auf die Bedürfnisse der Stadt, die ja bekanntlich nicht nur aus Zahlen und Plänen besteht, sondern auch aus den Menschen, die dort leben.
Last but not least ist da Jörg Repple, 49 Jahre alt, gelernter Maurer und Diplom-Wirtschaftsingenieur. Er ist der Chef des Amts für Straßen im Landratsamt Karlsruhe und bringt damit eine Menge praktischer Erfahrungen in die Wahl ein. Sein Hintergrund als Regierungsbaumeister könnte sich als äußerst wertvoll erweisen, insbesondere in einer Stadt, die sich ständig weiterentwickelt.
Der große Tag
Die öffentliche Sondersitzung, in der der neue Bürgermeister gewählt wird, beginnt am 22. Oktober um 18 Uhr in der Stadthalle Vaihingen an der Enz. Die vier Kandidaten werden sich vor der Wahl dem Gemeinderat nochmals persönlich vorstellen. Das ist natürlich eine großartige Gelegenheit für die Zuhörer, sich ein Bild von den Bewerbern zu machen. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Stimme zu erheben – auch wenn das nicht im wörtlichen Sinne gemeint ist.
Diese Wahl könnte nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Region entscheidend sein. Wer wird die Geschicke von Vaihingen in den kommenden acht Jahren leiten? Ein frischer Wind oder bewährte Konzepte? Es bleibt spannend. Eins steht fest: Die Bewerber bringen alle eine beeindruckende Palette an Erfahrungen und Kenntnissen mit – und die Bürger dürfen sich auf einen interessanten Abend freuen!
